Für Flüchtlinge auf die Strasse gehen

Am kommenden Samstag findet in St. Gallen eine Kundgebung unter dem Motto «Kriege verhindern, Flüchtlinge aufnehmen» statt. Dazu rufen mehrere Ostschweizer Organisationen anlässlich des Uno-Weltfriedenstags auf.

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Josef Wirth Katholischer Pfarrer/Mitorganisator Friedenskundgebung (Bild: pd)

Josef Wirth Katholischer Pfarrer/Mitorganisator Friedenskundgebung (Bild: pd)

Am kommenden Samstag findet in St. Gallen eine Kundgebung unter dem Motto «Kriege verhindern, Flüchtlinge aufnehmen» statt. Dazu rufen mehrere Ostschweizer Organisationen anlässlich des Uno-Weltfriedenstags auf. Darunter finden sich das Solidaritätsnetz Ostschweiz, der Cabi Antirassismus-Treffpunkt, das Demokratisch Kurdische Gesellschaftszentrum, Parteien des linken Spektrums und kirchliche Organisationen.

Um 14 Uhr ist Besammlung beim Leonhardspärkli. Von dort zieht der Demonstrationszug zum Grüningerplatz, wo um 14.30 Uhr mehrere Reden folgen. Unter anderen sprechen zwei Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea, VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber und Juso-Co-Präsident Samuel Brülisauer. Musikalisch umrahmt wird der Anlass von Café Deseado.

Schon länger geplant

Auch in anderen Städten – etwa in Bern und Zürich – fanden kürzlich Solidaritätskundgebungen statt. Im Gegensatz dazu ist die Kundgebung in St. Gallen keine spontane Reaktion auf die jüngsten Flüchtlingsdramen. Sie ist schon länger geplant und findet nach 2014 zum zweitenmal statt. «Die Flüchtlingsproblematik gibt es ja schon länger, auch wenn sie sich nun zugespitzt hat», sagt Josef Wirth, katholischer Pfarrer der Seelsorgeeinheit St. Gallen Ost und Mitglied des Organisationsteams.

Im vergangenen Jahr hätten Kurden den Anstoss gegeben, am Uno-Weltfriedenstag in St. Gallen auf die Strasse zu gehen. Bald stand fest, dass der Anlass wiederholt werden würde. Der diesjährige Slogan «Flüchtlinge aufnehmen» steht denn auch schon länger fest. Durch die jüngsten Ereignisse ist er topaktuell geworden.

Die Veranstalter fordern unter anderem die Aufnahme von 100 000 Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten, keine Ausschaffung Asylsuchender und zusätzliche Hilfe der Schweiz in Flüchtlingslagern vor Ort.

Rund 200 Personen erwartet

Die letztjährige Kundgebung fand noch auf dem Bahnhofplatz statt. Ein Demonstrationszug war damals nicht bewilligt worden. Dieses Jahr wären die Veranstalter gerne zum Marktplatz aufgebrochen, was aber wegen zu vieler gleichzeitig stattfindender Anlässe nicht möglich ist. «Der Grüningerplatz hat dafür Symbolkraft», sagt Wirth. Er erwartet an der Kundgebung mindestens 200 Personen. So viele waren es vergangenes Jahr. (cw)

www.frieden-ostschweiz.ch