Für ein lebendiges Quartier ist der Laden wichtig

Nachgefragt

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Im ehemaligen Areal der Zimmerei Köppel in der Lachen kann gebaut werden (Tagblatt von gestern). Quartiervereinspräsident Pius Jud begrüsst das und ist gleichzeitig froh, dass die Migros so einen neuen Standort findet und im Quartier bleibt.

Sind Sie erleichtert, dass es beim Projekt im Köppel-Areal endlich weitergeht?

Ja, sehr! Es entstehen bis Herbst 2019 52 neue Wohnungen samt Tiefgarage, die Migros bleibt am neuen Standort dem Quartier erhalten, und es entsteht auch ein kleiner Platz, ein Ort im Quartier, wo man sich begegnen kann. Nachdem ein aus meiner Sicht vernünftiges Verkehrsregime mit den Anwohnern ausgehandelt worden ist, empfinde ich diese Überbauung als Aufwertung für unser Quartier.

Damit rückt die Migros aber von ihrer zentralen Lage ins zweite Glied zurück.

Sie profitiert wahrscheinlich nicht mehr so stark vom Durchgangsverkehr wie heute. Das ist richtig. Wichtig ist, dass der Laden dem Quartier erhalten bleibt.

Wieso ist der Grossverteiler für die Lachen so wichtig?

Eine Grundversorgung in dieser Art gehört zu einem lebendigen Quartier. Man trifft sich auch dort. Die Migros Lachen wird heute mit ihrem Personal, das teils schon seit Jahren hier tätig ist, als Quartierladen empfunden. Hoffentlich behält die neue Filiale wenigstens einen Teil dieses Charakters. Und wichtig ist so ein grösserer Laden auch, weil er Pub­likumsverkehr bringt, der Fachgeschäfte anzieht. Die Lachen hat so bis heute ein sehr lebendiges, gut durchmischtes Quartierzentrum. Der Geschäftsmix lässt hier (fast) keine Wünsche offen.

Wichtig für Quartiere ist auch eine Poststelle. Die Fortführung jener in der La­chen wird überprüft. Weiss der Quartierverein et­was darüber?

Ein Mitglied unseres Vorstandes ist mit der Post in Kontakt. Im Moment ist keine Schliessung geplant. Mittelfristig wird jedoch nach einem neuen Standort im Quartier gesucht. Ob dafür auch die neue Überbauung in Frage kommt, weiss ich nicht.

Was entsteht in der Migros-Filiale an der Zürcher Strasse?

Ursprünglich war dort das «Pajazzo» untergebracht, ein sehr beliebstes Restaurant, ein Treff fürs Quartier. Da der Migros-Block Privateigentum ist, hat der Quartierverein kaum Einfluss auf die Neunutzung, Wünsche fürs überübernächste neue Jahr darf man aber haben. (vre)