Für den Ernstfall geprobt

Die Feuerwehren Goldach, Horn und Steinach haben eine gemeinschaftliche Atemschutzübung durchgeführt. An drei Posten haben die Teilnehmer ihr Wissen vertieft. Die gemeinsame Übung ermöglicht auch einen Erfahrungsaustausch.

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Jeder Teilnehmer hat während der Übung einmal gelöscht. (Bild: Mario Hagmann)

Jeder Teilnehmer hat während der Übung einmal gelöscht. (Bild: Mario Hagmann)

REGION. Kürzlich stand die gemeinschaftliche Atemschutzübung auf dem Übungsplan der Feuerwehren Goldach, Horn und Steinach. Im Ausbildungszentrum des Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg in Feldkirch wurden in zwei Gruppen am Vormittag und am Nachmittag mit je rund 45 Angehörigen der Feuerwehr (AdF) in jeweils drei Klassen die Themen Selbstrettung, AS-Einsatz im Brandhaus und Kriechgarten geübt.

Einsatz an drei Posten

Beim Atemschutz-Einsatz musste eines von zwei Szenarien, Küchenbrand oder Wohnzimmerbrand, bewältigt werden. Dieser Einsatz wurde in Zweier- oder Dreiertrupps durchgeführt. Dank der Wechsel konnte jeder AdF einmal löschen und so sein Wissen vertiefen. Die Einsätze wurden in der Einsatzzentrale mittels Infrarotkameras und Mikrophonen in den Räumen vollständig überwacht. Ebenfalls wurden hier auch die Brandherde gesteuert. Der Posten «Selbstrettung» beinhaltete eine Einführung zum Thema und Seiltechnik und Knoten. Anschliessend musste jeder AdF unter fachmännischer Anleitung selbständig eine Selbstrettung vornehmen, was nicht bei jedem Wohlbehagen auslöste. Dank der Übung konnten aber auch die Kameraden mit mulmigem Bauchgefühl sehen, dass die Selbstrettung gar keine Hexerei und absolut sicher ist. Der dritte Posten fand in einem Kriechgarten statt. Hier musste man wiederum unter Atemschutz im Dunkeln einen Parcours meistern. Durch enge Löcher und Gänge führte ein Weg rauf und runter. Auch hier wurde zur Sicherheit alles mittels einer Infrarotkamera überwacht, und so konnte bei Problemen auch direkt eingegriffen werden.

Nachwuchs gesucht

Die Feuerwehren Goldach, Horn und Steinach üben seit bald zwei Jahren in einer losen Zusammenarbeit zusammen, so dass die Erfahrungen unter den Wehren ausgetauscht werden können. Dies ist auch förderlich für allfällige Einsätze wie etwa beim Horner Raduner-Brand im August, da man sich bereits kennt und so optimierter aufeinander abgestimmt ist.

Die Kommandos der drei Feuerwehren sind froh um Nachwuchs und rufen alle Interessierten auf. Bei kurzweiligen Übungen wie der Atemschutzübung werden alle AdF auf die Einsätze entsprechend dem Motto «Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit» vorbereitet. Interessierte aus den Gemeinden Horn, Steinach und Goldach können sich bei ihren jeweiligen Kommandos melden. In Steinach steht Kommandant Stefan Müller, kdo@feuerwehr-steinach.ch, in Horn Bruno Villiger, bruno. villiger@feuerwehr-horn.ch, und in Goldach Robert Fuchs, feuerwehr@goldach.ch, gerne für Auskünfte oder ein persönliches Gespräch zur Verfügung. (mh/lim)