Für das Leben im Ruhestand

Wie möchten die Gossauer nach der Pensionierung wohnen? Die Stiftung Gerbhof und Weiher hat zusammen mit der Stadt eine Befragung in Auftrag gegeben, welche dies klären soll.

Marion Loher
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Die Seniorenresidenz Gerbhof in Gossaus Zentrum: Der Stiftungsrat lanciert eine Umfrage zum Wohnen und Leben nach der Pensionierung. (Bild: Urs Jaudas)

Die Seniorenresidenz Gerbhof in Gossaus Zentrum: Der Stiftungsrat lanciert eine Umfrage zum Wohnen und Leben nach der Pensionierung. (Bild: Urs Jaudas)

GOSSAU. In der ersten Januarwoche des neuen Jahres werden etwa 3500 Frauen und Männer, die in der Stadt Gossau oder deren umliegenden Gemeinden leben und über 65 Jahre alt sind, Post erhalten. Einen Brief, dessen Inhalt ein dreiseitiger Fragebogen sein wird. Thema: das Leben und Wohnen nach der Pensionierung. Ungefähr drei Wochen werden die Angeschriebenen Zeit haben, die Fragen zu beantworten und den Bogen zu retournieren.

Mit Unterstützung der Stadt

Zurückzuschicken ist das Papier an die terzStiftung Schweiz. Sie hat im Auftrag der Stiftung Gerbhof und Weiher, welche für die gleichnamige Seniorenresidenz in Gossau verantwortlich ist, die Fragen ausgearbeitet. Inhaltlich gehe es dabei aber nicht ausschliesslich um Gerbhof und Weiher, sagt René Künzli, Präsident der terzStiftung Schweiz und ebenfalls Präsident der Stiftung Gerbhof und Weiher. Die Befragung soll grundsätzlich Aufschluss darüber geben, wie sich die ältere Bevölkerung von Gossau ihr Leben und Wohnen nach der Pensionierung vorstelle. Was gleichzeitig auch für die Stadt und ihre Pläne für das künftige Seniorenwohnen von Bedeutung sei, sagt Künzli. Deshalb habe sie sich bereit erklärt, die Befragung zu unterstützen. Stadtrat Paul Egger bestätigt: «Die Ergebnisse einer solchen Umfrage sind für uns sehr wertvoll.»

Die terzStiftung mit Hauptsitz im thurgauischen Berlingen führe schweizweit regelmässig Umfragen durch, welche die dritte Generation betreffe, so der Stiftungspräsident. Die Erfahrungen, welche die terzStiftung bisher gemacht habe, seien auch bei der Entwicklung des Fragebogens für die über 65-Jährigen aus Gossau und der Nachbarschaft mit eingeflossen.

Elf Fragen, breites Spektrum

Thomas Meyer ist Leiter der Wissenschaft bei der terzStiftung. Er war federführend bei der Erarbeitung und Zusammenstellung der Fragen. Deren elf sind es am Schluss geworden. «Uns war wichtig, ein möglichst breites Spektrum der Bedürfnisse der pensionierten Bevölkerung zu erhalten», sagt Meyer. Dementsprechend vielfältig ist der Fragenkatalog. Er reicht von der aktuellen Wohnsituation der Befragten über deren persönliche Vorstellungen vom Leben und Wohnen nach der Pensionierung bis hin zu den Werten, die den Umfrageteilnehmern im Alter besonders wichtig sind.

Erste Ergebnisse im März 2012

Nebst der allgemeinen Bedürfnisabklärung möchte die Stiftung Gerbhof und Weiher auch herausfinden, wie bekannt «ihr Haus» in der Bevölkerung ist. Dies vor allem, weil die Stiftung die Zusammenarbeit mit der Tertianum AG auf den 31. Dezember dieses Jahres beendet hat und seit kurzem einen neuen Namen trägt, nämlich VitaTertia. Das Eigeninteresse stehe aber nicht im Vordergrund. In erster Linie gehe es um die (künftigen) Pensionäre und ihre Wünsche, sagt Meyer. Erste Ergebnisse werden im März 2012 erwartet.