Fünf Jahre Freiheitsstrafe für Staader Raser

ST.GALLEN. Das Kantonsgericht St.Gallen hat den Raser von Staad zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Damit reduziert es die Strafe von sechs auf fünf Jahre. Vor drei Jahren verursachte ein heute 24-Jähriger einen Unfall, bei dem ein 53-jähriger Familienvater ums Leben kam. Laut dem Gericht bestehe aber keine vorsätzliche Tötung.

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Nur noch Schrott: Der 420-PS starke Wagen des Raser. (Bild: Kapo SG)

Nur noch Schrott: Der 420-PS starke Wagen des Raser. (Bild: Kapo SG)

Das Kreisgericht Rorschach hatte den Beschuldigten bereits im Dezember 2013 unter anderem der mehrfachen Gefährdung des Lebens und der fahrlässigen Tötung schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren sowie zu einer Busse verurteilt. Das St.Galler Kantonsgericht bestätigte das Urteil weitgehend, senkte die Strafe aber um ein Jahr. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

Leichtsinnig und rücksichtslos
Das Verhalten des heue 24-jährigen Angeklagten sei leichtsinnig und rücksichtslos gewesen, heisst es in dem am Freitag publizierten Urteil. Ein Schuldspruch wegen vorsätzlicher Tötung, den die Familie des Opfers verlangt hatte, sei wegen der strengen bundesgerichtlichen Voraussetzungen nicht möglich.

Der Verteidiger des Beschuldigte verlangte aber am Dienstag Freisprüche vom Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens und von den Verkehrsregelverletzungen. Der 24-Jährige, der im vorzeitigen Strafvollzug sitzt, sei zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 30 Monaten, davon 24 Monate bedingt, zu verurteilen.

Familienvater starb am Unfallort
Der heute 24-Jährigen Raser war im Januar 2012 mit seinen Personenwagen von Rorschach in Richtung Rheineck betrunken und mit 105 bis 120 Stundenkilometer – erlaubt waren 50 Stundenkilometer - unterwegs. Der Mann verlor die Herrschaft über sein Auto und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem korrekt entgegenkommenden Wagen eines Pizzakuriers frontal kollidiert.

Dessen Lenker, ein 53-jähriger türkischer Familienvater, erlitt durch die Kollision derart schwere Verletzungen, dass er noch auf der Unfallstelle starb. Der Unfallverursacher und sein Mitfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. (red./lex)