Führungen zum St. Galler Grün

Der Heimatschutz hat 2016 zum Gartenjahr erklärt. Dazu hat er den Führer mit den schönsten Grünflächen des Landes neu aufgelegt. In St. Gallen sind Führungen geplant. Die erste heute abend am Oberen Graben.

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Der Obere Graben ist eine Verkehrsachse, weist aber auch viel Grünsubstanz auf. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Der Obere Graben ist eine Verkehrsachse, weist aber auch viel Grünsubstanz auf. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Gärten und Freiräume stehen in vielen Schweizer Städten massiv unter Druck. Das an sich sinnvolle Konzept, Quartiere nicht mehr ins grüne Umland ausufern zu lassen, sondern Siedlungsraum zu verdichten, ist eine Ursache dafür.

Grünräume besser schützen

Der Schweizer Heimatschutz und rund ein Dutzend Organisationen, die sich der Aktion «Gartenjahr 2016» angeschlossen haben, wollen auf diese Problematik aufmerksam machen. Je dichter die Häuser stünden, desto wichtiger seien Gärten, Wiesen und Parks dazwischen, heisst es in einer Mitteilung des Heimatschutzes. Sie verbesserten die Lebensqualität, stifteten Identität, böten Raum für die Natur. Zentral für langfristig erfolgreiche, positive Planungen sind gemäss Heimatschutz «eine aktive und bewusste Beteiligung der Bevölkerung» und «der frühzeitige Beizug von Fachleuten».

Raum für Begegnungen

Bis November finden in der Schweiz mehrere Hundert Veranstaltungen zum Gartenjahr statt. Von Genf bis Appenzell, von Basel bis Chiasso soll die Aktion Raum für Begegnungen schaffen. Geplant sind Diskussionen, Führungen und Fachveranstaltungen.

Auch in der Stadt St. Gallen sind dazu verschiedene Veranstaltungen geplant. Eine Reihe von fünf Führungen des Heimatschutzes St. Gallen/Appenzell Innerrhoden startet heute Dienstag, 17.30 Uhr, an der Wettersäule im Grabenpärklein an der Poststrasse. Unter dem Titel «Perlen am grünen Ring» führt Architekt Laurenz Hungerbühler dabei zu den Vorgärten und Grünflächen am Oberen Graben. Auf dem rund anderthalbstündigen Rundgang wird ihre Geschichte erzählt.

Grün quer durch St. Gallen

Der nächste Rundgang führt dann am 16. Juni nach Rotmonten, genauer zum Gerhaldehof am Hirtenweg. Nur eine Woche später, am 22. Juni, geht's nach St. Fiden, in den Buchwaldpark und nach Klein-Venedig. Am 25. August sind zentrale Pärke und Übergänge, am 13. September der Rosenberg als Sonnenseite der Stadt das Thema. (vre)