Frühlingsputz in der Kathedrale

Im kommenden halben Jahr wird das Innere der Kathedrale verjüngt. Die Wände werden vom Staub befreit und die alten Lampen durch LED-Leuchten ersetzt. Auch die Domorgel bleibt nicht verschont: Sie wird für eine Revision in ihre Einzelteile zerlegt.

Ruth Frischknecht
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Die Kathedrale wird vom Staub der letzten zwanzig Jahre befreit. (Bild: Ruth Frischknecht)

Die Kathedrale wird vom Staub der letzten zwanzig Jahre befreit. (Bild: Ruth Frischknecht)

Ab Ende Juli zeigt sich das Innere der Kathedrale in neuem Licht. Dafür sind seit Montag einige Arbeiter in schwindelerregender Höhe damit beschäftigt, neue elektrische Leitungen zu verlegen und Lampen anzubringen. Ausserdem befreien sie die Wände und die Stukkaturen vom Schmutz der vergangenen zwanzig Jahre. Insgesamt kosten die Arbeiten an der Kathedrale 1,4 Millionen Franken. Den Kredit dafür hat das Katholische Kollegium in der Novembersession gesprochen.

LED-Lampen in der Kathedrale

«Die Kabel und Lampen in der Kathedrale stammen aus den frühen 1960er-Jahren und genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Zudem war die Ausleuchtung nicht ideal. Es war jeweils relativ dunkel», sagt Verwaltungsdirektor Thomas Franck. Es sei zudem immer schwieriger geworden, die Glühbirnen zu ersetzen, weil sie veraltet und deshalb nicht mehr erhältlich waren. Die neue Innenbeleuchtung der Kathedrale besteht aus LED-Lampen. «Diese sind nicht nur energiesparender, sondern produzieren auch weniger Wärme. Um die alten Lampen herum haben sich jeweils schwarze Flecken gebildet.» Trotz der neuen Lampen ändere sich jedoch nichts am Beleuchtungskonzept: «Wir legen Wert auf eine diskrete Gestaltung der Lampen. Sie sollen für die Besucherinnen und Besucher möglichst nicht sichtbar sein.»

Teurere Restauration verzögern

Weil Kräne und andere Installationen ohnehin schon in der Kathedrale stehen, werden gleichzeitig auch Reinigungsarbeiten durchgeführt. «Über die Jahre hat sich auf den Wänden und auf den Stukkaturen viel Staub abgesetzt. Für die Besucherinnen und Besucher ist dieser wolkig wirkende Schmutz gut sichtbar», sagt Thomas Franck. Nach diesen Arbeiten sehe die Kathedrale von innen wieder aus wie neu. «Dank dieser Reinigung können wir eine teurere Restauration um viele Jahre verzögern.»

Sobald die neue Beleuchtung installiert und die Kathedrale geputzt ist, folgt von September bis Dezember die Revision der Domorgel. «Dafür wird das Instrument in seine Einzelteile zerlegt, komplett gereinigt und wieder zusammengebaut», sagt Franck. Zum letzten Mal wurde die Orgel 1988 revidiert.

Kleine Einschränkungen

Bis voraussichtlich Ende Juli werden die Bauarbeiten dauern. Die Kathedrale ist während dieser Zeit wie gewohnt geöffnet. Wegen des Baulärms finden jedoch die Werktagsgottesdienste am Vormittag in der Schutzengelkapelle statt. Die Domvesper am Dienstag und die Eucharistiefeier am Freitagabend sowie alle Sonntagsgottesdienste finden in der Kathedrale statt.

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