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Frühes Aufstehen ist sinnvoll

GLP und BDP forderten in einer Motion, den Unterrichtsbeginn auf 8 Uhr zu verschieben. Der St. Galler Kantonsrat lehnte diesen Vorstoss klar ab. Diesen Entscheid stützen auch Vertreter der Schulen der Region Rorschach.
Christoph Renn
Für die Oberstufenschüler des Kreuzackerschulhauses in Rorschach beginnt der Unterricht um 7.30 Uhr. (Bild: Christoph Renn)

Für die Oberstufenschüler des Kreuzackerschulhauses in Rorschach beginnt der Unterricht um 7.30 Uhr. (Bild: Christoph Renn)

REGION AM SEE. In der Oberstufe Goldach beginnt der Unterricht um 7.10 Uhr, für die Rorschacher Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler geht es um 7.30 Uhr los. Für die GLP/BDP-Fraktion des St. Galler Kantonsrats ist das zu früh. Sie forderte in einer Motion, den Unterrichtsbeginn auf 8 Uhr zu verschieben. Kinder und Jugendliche würden so regelmässig aus dem Tiefschlaf gerissen. Dadurch seien viele unkonzentriert und unmotiviert. Der St. Galler Kantonsrat lehnte die Motion am Montag mit 75 gegen 31 Stimmen ab (Ausgabe vom 1. März 2016). Zwar bestätigt Ruedi Jucker, Schulleiter der Oberstufe Rorschach, dass die Jugendlichen in den frühen Morgenstunden noch nicht sehr aufnahmefähig sind. Eine Verschiebung sei organisatorisch aber kaum zu stemmen. Dies bestätigen mehrere Schulratspräsidenten der Region Rorschach.

Nur vier statt fünf Lektionen

«Mit Blick auf das Schülerwohl würde ich einen späteren Unterrichtsbeginn begrüssen», sagt Andreas Gehrig, Schulpräsident in Goldach. Organisatorisch wäre eine Umstellung aus Gründen der Unterrichtsplanung und Schulraumverfügbarkeit schwierig zu bewerkstelligen. Dass die Schüler wie in der Motion beschrieben chronisch übermüdet seien, lässt sich laut Gehrig nicht feststellen. Ähnlich beurteilt Guido Etterlin, Schulratspräsident in Rorschach, die Lage. «Es gibt vereinzelte Fälle, wo wir den Eindruck haben, Oberstufenschüler hätten noch eine Stunde Schlaf nötig», sagt er. Früheres Zubettgehen würde aber wohl auch nützen. Er spricht sich gegen eine Verschiebung des Schulbeginns aus. «Wenn wir den Unterricht erst um 8 Uhr beginnen würden, könnten wir am Vormittag nur noch vier statt fünf Lektionen erteilen.» Die fehlenden Lektionen müssten dann in den Nachmittag verlegt werden. «Im Rahmen der Berufswahlvorbereitung bin ich gar der Meinung, dass das Training mit dem frühen Aufstehen sogar sinnvoll ist.» Unterstützung erhält Etterlin in seiner Ansicht von Schulleiter Ruedi Jucker. «Von der biologischen Entwicklung her, haben viele Probleme mit dem frühen Aufstehen», sagt er. Auftrag der Oberstufe sei aber auch, die Jugendliche auf die Berufswelt vorzubereiten.

Keine Zeit für Hausaufgaben

In Thal stellt Schulratspräsidentin Miriam Salvisberg keine chronische Übermüdung der Schülerschaft fest. Einer generellen Verschiebung steht sie kritisch gegenüber, weil dann die letzte Lektion erst nach 18 Uhr enden würde. «Somit bleibt den Schülern am Abend weniger Zeit für Hausaufgaben und Vereinstätigkeiten. Das könnte dazu führen, dass sie später schlafen gehen», sagt Salvisberg.

Guido Etterlin Schulratspräsident Rorschach (Bild: pd)

Guido Etterlin Schulratspräsident Rorschach (Bild: pd)

Miriam Salvisberg Schulratspräsidentin Thal (Bild: pd)

Miriam Salvisberg Schulratspräsidentin Thal (Bild: pd)

Andreas Gehrig Schulpräsident Goldach (Bild: rtl)

Andreas Gehrig Schulpräsident Goldach (Bild: rtl)

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