Frischer Wind, nicht zu kalt

Das Restaurant Erlenholz ist seit 57 Jahren in Familienbesitz. Jetzt hat die dritte Generation die Leitung übernommen und mischt Neues mit Bewährtem.

Ramona Riedener
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Neue und alte Wirte: Denise Gehrig und Wolfgang Kelemen (hinten), Vreni Kelemen, Marianne und Leo Müggler (vorne von links). (Bild: pd)

Neue und alte Wirte: Denise Gehrig und Wolfgang Kelemen (hinten), Vreni Kelemen, Marianne und Leo Müggler (vorne von links). (Bild: pd)

WITTENBACH. Das Wittenbacher Traditionsrestaurant Erlenholz ist weit über die Dorfgrenze hinaus bekannt als Treffpunkt und Ausflugsziel für Stammgäste, Wanderer, Familien, Vereine und Jasser. Seit 57 Jahren ist das Wirtshaus in Familienbesitz. Anfang Jahr hat Wolfgang Kelemen als dritte Generation die Führung von seiner Mutter Vreni Kelemen und von Tante Marianne und Onkel Leo Müggler übernommen. Der 40jährige Gastronom und Vater des zweijährigen Lou hat sich vor rund einem Jahr entschlossen, den Familienbetrieb zu übernehmen. Während seine Frau Denise Gehrig eher administrativ mitwirkt, ist Wolfgang Kelemen mit seinem fünfköpfigen festen Team und flexiblen Aushilfen für den gastronomischen Teil zuständig. «Ich hatte die Übernahme des Restaurants immer im Hinterkopf», sagt er, «doch die langen Arbeitszeiten waren mir immer ein Hindernis.»

Vom Computer in die Küche

Vor der Übernahme machte der IT-Spezialist die Gastronomiefachschule und arbeitete neun Monate in der Gastrobranche. Eine gute Lösung bezüglich Arbeitszeiten haben die Wirtsleute gefunden, indem jeweils dienstags Mutter Vreni und Tante Marianne weiterhin die Führung des Restaurants übernehmen. So hat der Familienvater zwei Tage hintereinander Zeit für Frau und Sohn. «Meine Mutter, Tante und Onkel geniessen den Ruhestand, stehen mir aber jederzeit mit Rat und Tat zur Seite», sagt der Gastwirt.

Schwartenmagen und Pferd

Nach dem Motto «Bewährtes beibehalten» hat Wolfgang Kelemen an der Speisekarte nur kleine Ergänzungen gemacht. So gibt es im «Erlenholz» weiterhin die beliebten Spezialitäten wie Cordon Bleu, Pferdefilet und Schwartenmagen. Neu steht seit März ein saisonales Menu auf der Speisekarte, das alle drei bis vier Wochen wechselt.

Kürzlich wurde zudem das Restaurant innen neu gestaltet. Es wurde gemalt, der Eingangsbereich erneuert, Tische und Stühle ausgewechselt, moderne Leuchten und Vorhänge aufgehängt und neue Dekorationen angebracht. Im Wintergarten wurde eine Wandtafel montiert. Unter anderem wurden auch ein Internet- und Facebookauftritt aufgeschaltet. «Wir möchten ein gepflegtes Auftreten. Frischen Wind, aber nicht so kalt, dass man sich erkältet», sagt Wolfgang Kelemen zum neuen Erscheinungsbild. Wichtig sei ihm, dass sich die Gäste im «Erlenholz» weiterhin wohl fühlen.

www.erlenholz.ch

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