Frischer Wind im Taximarkt

Die neue Taxi Frosch AG will mit ökologischen Fahrzeugen in der Taxibranche mitmischen. Mit Fixlöhnen für die Fahrer möchte sie auch sozial nachhaltig sein.

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Stadtrat Fredy Brunner und Iman Nahvi (r.) von Taxi Frosch. (Bild: Ralph Ribi)

Stadtrat Fredy Brunner und Iman Nahvi (r.) von Taxi Frosch. (Bild: Ralph Ribi)

Natürlich und fair. Nach diesem Motto fährt seit gestern die Taxi Frosch GmbH ihre Kundschaft durch die Stadt. Gegründet hat das Unternehmen der 25jährige St. Galler Iman Nahvi zusammen mit seinem Vater Mostafa Nahvi. Dieser ist seit zehn Jahren als Einzelunternehmer in der Branche tätig. «Wir haben drei Autos der Flotte meines Vaters durch energieeffiziente Fahrzeuge ersetzt», sagt Nahvi. Zudem habe man die Flotte um zwei Fahrzeuge der Effizienzklasse A erweitert. «Die Fahrzeuge fahren mit einem Gemisch aus Erd- und Biogas.»

Taxi Frosch möchte jedoch nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig sein. «Wir zahlen unseren Fahrern einen Fixlohn, von dem sie leben können», sagt Nahvi. Ausserdem erhielten die Fahrer fünfzig Prozent des Umsatzes, den sie mit ihrem Taxi erwirtschafteten.

«Ein mutiges Konzept»

Stadtrat Fredy Brunner, Direktion Technische Betriebe, lobte den Jungunternehmer in einer Rede am Eröffnungsevent am Mittwochabend. «Das ist ein spannendes und zukunftsorientiertes Konzept.» In einer Branche, die in den vergangenen Jahren wenig innovativ gewesen sei, brauche es für eine solche Geschäftsidee Mut.

Unterhaltung beim Fahren

Nahvi ist überzeugt, dass das Konzept bei den Kunden ankommen wird. «Es besteht ein Bedürfnis nach sozial und ökologisch nachhaltigen Taxis.» Ausserdem biete Taxi Frosch den Komfort modernster Fahrzeuge sowie ein Unterhaltungsprogramm auf Bildschirmen, das jedoch noch ausgearbeitet werden müsse.

Trotz Komfort, Unterhaltung und Fixlöhnen für die Fahrer sind die Preise laut Nahvi tiefer als bei anderen Taxiunternehmen. «Wir haben eine tiefere Grundtaxe. Ausserdem entfallen der Nacht- und der Wochenendzuschlag», sagt er. (hae)