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Fressen, röhren und Sonne tanken

Herbstzeit ist Vorbereitungszeit im Wildpark Peter und Paul. Während Murmeli und Wildschweine hauptsächlich fressen, röhrt der Rothirsch, was das Zeug hält.
Kathrin Reimann
Luchsmännchen Apollon wird hoffentlich im nächsten Jahr Vater. (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Luchsmännchen Apollon wird hoffentlich im nächsten Jahr Vater. (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Sie geniessen die Herbstsonne, fressen sich Winterspeck an und bereiten sich auf eine lange Schlafenszeit vor. Fast möchte man die Murmeltiere im Wildpark Peter und Paul um ihr derzeitiges Leben beneiden. Auch das garstige Wetter der Wintermonate wird an den pelzigen Nagern vorbeigehen. Momentan lassen sich die Murmeli noch ab und zu blicken, man sieht sie aber nicht mehr so oft wie auch schon. Dies erzählt Regula Signer, die mit ihrem Mann Walter den Park wartet. «Die Murmeltiere zeigen sich immer zögerlicher und kommen vor allem zum Fressen raus.» Denn die Tiere, die sich Mitte Oktober gemeinsam Schlafen legen, sind vollgefressen und nicht mehr so agil wie auch schon. «Momentan leben acht grosse und sechs junge Murmeli im Wildpark», sagt Signer.

Nachwuchs lässt auf sich warten

Aggressiv röhrt derweil der Rothirsch durch den Park. Die Wärter mussten sogar Warntafeln anbringen, damit die Besucher sich nicht vor dem brünftigen Tier fürchten. Denn dieser will in erster Linie seine Weibchen verteidigen. Und zwar vor allem. «Wir müssen momentan sehr vorsichtig sein bei seiner Fütterung», sagt Signer. So würde sich vom Personal derzeit niemand ins Gelände wagen. Die Fütterung erfolgt durch ein Häuschen. Und auch den Besuchern rät sie, sich dem Gitter nicht allzu sehr zu nähern. Entspannter ist die Situation im Wildschweingehege. Die beiden Tiere kümmern sich mehr um ordentlichen Winterspeck als um Nachwuchs. Dieser bleibt seit geraumer Zeit aus. «Wir wissen nicht wieso», sagt Signer. Denn die Tiere wären im besten Alter dazu und verstehen sich gut. «Möglicherweise sind die beiden ein modernes Paar, das sich gegen Kinder entschieden hat», scherzt Signer. Aber die Hoffnung gibt die Parkwärterin nicht auf. «Vielleicht gibt es im nächsten Jahr Jungtiere.»

Geduld lohnt sich im Wildpark

Ähnlich gestaltet sich die Familienplanung im Luchsgehege. Daphne und Apollon, die seit über einem Jahr ein gemeinsames Leben im Wildpark führen, kommen nach einigen Startschwierigkeiten gut miteinander aus. Nachwuchs hat es bisher trotzdem keinen gegeben. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass es im Frühjahr klappt», sagt Signer. Planen lasse sich so etwas aber nicht. Dies gilt auch für die vielen anderen Tiere, die im Wildpark leben. Weder bei den Sika- oder Damhirschen noch bei den Gemsen, Steinböcken oder Wildkatzen würden irgendwelche Geburten geplant oder verhindert. «Wir nehmen alles so, wie es kommt.» Und den Besuchern, die den Wildpark bei herbstlichem Traumwetter besuchen, rät die Wärterin: «Man soll sich genügend Zeit nehmen und Geduld mitbringen.» Denn die Tiere im «Peter und Paul» hätten grosse Gehege und somit auch ein enormes Rückzugsgebiet. «Aber das Warten zahlt sich meistens aus.»

Fressen für den Winter: Die Murmeli arbeiten an ihrem Winterspeck. (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Fressen für den Winter: Die Murmeli arbeiten an ihrem Winterspeck. (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Der Rothirsch auf «Peter und Paul» ist während der Brunftzeit nicht zu überhören. (Bilder: Michel Canonica)

Der Rothirsch auf «Peter und Paul» ist während der Brunftzeit nicht zu überhören. (Bilder: Michel Canonica)

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