FREILUFTSPEKTAKEL: Die Bühne reist mit

Das Variété Pavé stellt seine Bühne bis am Sonntag auf dem Gallusplatz auf. Es bietet Artistik, Magie, Komik, Feuerkunst – und eine Geschichte, die sich mit Fotografie gestern und heute befasst.

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Sara Ski, Rafael Kost und Franziska Bürki vom Variété Pavé mit der alten Kamera, mit der das Stück beginnt. (Bild: PD)

Sara Ski, Rafael Kost und Franziska Bürki vom Variété Pavé mit der alten Kamera, mit der das Stück beginnt. (Bild: PD)

Das Variété Pavé ist zum vierten Mal auf Schweizertournee. Von heute Dienstag bis am Sonntag gastiert es mit seiner Wanderbühne auf dem Gallusplatz. Die Vorstellungen finden jeweils um 20.30 Uhr statt. Das neue Stück des Ensembles heisst «Camera Obscura» und dauert anderthalb Stunden. Es dreht sich um die Themen Fotografie, Bilder und Erinnerungen.

Wanderbühnen sind die Vorgänger des öffentlichen Theaters. Ganz in diesem Sinne will das Variété Pavé einen Hauch Nostalgie versprühen und die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Lachen und Staunen verführen. Es verspricht Artistik, Magie, Komik, Jonglage, Poesie und Feuerkunst.

Porträts von gestern und Selfies von heute

Am Anfang des Stücks tauchen gemäss Mitteilung eine alte Fotokamera und Fotoalben aus dem Fundus des Herrn Ferdinand, des alternden Variétédirektors, auf. Sie lassen die drei Ensemblemitglieder in Erinnerungen schwelgen. Doch begeben sich diese nicht nur auf eine Reise in die Vergangenheit. Sie werden auch mit der heutigen Medienwelt konfrontiert – mit Instagram, Facebook und Selfies. So stellt das Stück die zeitaufwendigen Anfänge der Fotografie dem ­heute allgegenwärtigen Knipsen gegenüber. Es geht um Erinnerungen, technische Entwicklungen und den Umgang damit.

Bis Mitte September zieht das Variété mit seiner Show umher. Die Bühne wird mit einem Traktor von Ort zu Ort transportiert. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen jeweils auf gepolsterten Bänken, die im Halbkreis um die Bühne aufgestellt sind. Da sie kein Dach über dem Kopf haben, fällt die Vorstellung bei starkem Regen aus. Statt einem fixen Eintritt wird am Ende der Show ein Hutgeld gezahlt – ganz in Manier der Strassenkünstler. (cw)