Freiheitskämpfer und Schweine im Schild

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Zur Olma-Jubiläumsausgabe zeigt sich der Kanton Thurgau von seiner besten Seite und präsentiert am Umzug in 35 Sujets Formationen und Gruppen des Kantons. Mitten drin die Gemeinde Horn. Unter dem Motto «Die Gallier sind los» zeigt sie sich als unbeugsames und unerschrockenes Dorf am Bodensee. Seit über 500 Jahren von St. Galler Gemeinden umzingelt aber nie erobert! Mit einem Augenzwinkern soll verstanden werden, welche spezielle Rolle die Gemeinde als Enklave innerhalb des Kantons St. Gallen am oberen Bodensee wahrnimmt. Die bevorzugte Lage vor den Toren der Gallusstadt hat seit «Jahrhunderten» einen Sonderstatus und ist bekannt für die guten Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Das Sujet, eine Wikinger-Galeere mit Segel und Seitenschildern, steht für die Robustheit sich stets gegen die Einverleibung durch den Kanton St. Gallen oder die Nachbargemeinden gewehrt zu haben. Der Gemeinderat und Gewerbeverein Horn hoffen auf zahlreiche Anfeuerungen durch die St. Galler Strassen. Der Umzug startet Samstag, 14. Oktober, um 10 Uhr beim Neumarkt St. Gallen und führt schliesslich zum Olma-Gelände.

Acht Wildschweine verirrten sich kürzlich in den frühen Morgenstunden auf die Autobahn bei Mörschwil und lösten ein Verkehrschaos aus. Während drei Lenker mit einem Schrecken und Blechschäden an ihren Fahrzeugen davonkamen, fanden die Tiere allesamt den Tod. Die getöteten Tiere waren Wildhüter Mirko Calderara nicht unbekannt. Die Rotte Wildsauen war einer von zwei Familienverbänden, die sich im Raum Mörschwil, Berg und Wittenbach aufhielten. Hier tappten sie immer wieder in Fotofallen. Was hierzulande eher selten vorkommt, nämlich Wildschweine auf der Strasse, ist anderswo an der Tagesordnung. Das zeigt auch das Bild von OT-Korrespondentin Daniela Huber-Mühleis. Sie hat bei ihrem Aufenthalt in Kroatien das Schild fotografiert, das Verkehrsteilnehmer vor den gefrässigem Paarhufern warnt. Vielleicht wäre es ratsam, an der Autobahn bei Meggenhus in Zukunft auch solche Schilder anzubringen.

Zum vierten Mal öffneten das Museum im Kornhaus, die historische Grenzfestung Heldsberg in St. Margrethen sowie das Forum Würth in Rorschach am vergangenen Samstag anlässlich der österreichischen Ini­tiative «ORF – Lange Nacht der Museen» von 18 bis 1 Uhr nachts ihre Türen. Laut Pascal Fuhrimann, Leiter des Kornhaus-Museums, hat die Museumsnacht einen besonderen Reiz. Dies gilt wohl auch für die Modelleisenbahn im obersten Stock. Neben der Schauanlage ist eine Eisenbahnanlage zugänglich, die Kinder und Erwachsene selber bedienen können. Leider, so Werner Stübi, der an der Ausstellung beteiligt ist, wird die Anlage zum Teil sehr schäbig behandelt. Man überlege daher, den Teil zum Selbststeuern zu schliessen.

Besucher nutzen in der Museumsnacht gerne den Shuttlebus-Service von Rorschach nach Lustenau und weiter nach Dornbirn. Dieses Jahr zählten die Chauffeure etwas weniger Fahrgäste. Kommendes Jahr soll aber auch das Fliegermuseum in Altenrhein mitmachen, weshalb der Ansturm dann wieder etwas grösser sein dürfte. (rtl/pd)