Frauenrunde und Kevin Fiala

Mountainbikerin Jolanda Neff und Triathletin Sandrine Benz sind St. Galler Sportlerinnen des Jahres. Als bester Nachwuchssportler des Kantons wird Kevin Fiala ausgezeichnet. Team des Jahres ist Voltige Lütisburg.

Patricia Loher
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Jan Fiala, Vater von Kevin Fiala, zusammen mit Mountainbikerin Jolanda Neff, Triathletin Sandrine Benz und den Lütisburger Voltigiererinnen Nadja Büttiker und Ramona Näf (von links). (Bild: Daniel Good)

Jan Fiala, Vater von Kevin Fiala, zusammen mit Mountainbikerin Jolanda Neff, Triathletin Sandrine Benz und den Lütisburger Voltigiererinnen Nadja Büttiker und Ramona Näf (von links). (Bild: Daniel Good)

Die Sportgala im Rahmen der Offa war ein stimmungsvoller Anlass. Sie stand im Zeichen von Ehrungen und Ehrenamtlichkeit, aber auch im Zeichen der Trauer. August Stolz, welcher der Interessengemeinschaft (IG) St. Galler Sportverbände während fast neun Jahren als Präsident vorgestanden hatte, verstarb am 5. März nach kurzer, schwerer Krankheit. «Er war ein Präsident mit Leib und Seele», sagte Rolf-Peter Zehnder, der Ehrenpräsident. Stolz habe mitgeholfen, aus der IG ein Juwel zu machen.

Ein Juwel der IG ist, nebst Sport-verein-t, die Sportgala, an der jährlich sowohl die besten Sportlerinnen und Sportler als auch das beste Team ausgezeichnet werden. Dabei schnitten die Frauen besonders gut ab: Sportlerin des Jahres 2014 ist die Mountainbikerin Jolanda Neff, Amateur-Sportlerin des Jahres die Triathletin Sandrine Benz. Als Team das Jahres wurde Voltige Lütisburg mit Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger ausgezeichnet. Nachwuchssportler des Jahres ist Kevin Fiala, der bereits mit 18 Jahren den Sprung in die NHL, die beste Eishockey-Liga der Welt, geschafft hat.

Ausnahmeregelung für Neff

Neff ist Nachfolgerin von Fussballer Fabian Schär, der im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde. Die Thalerin ist die bis anhin jüngste Mountainbike-Gesamtweltcup-Siegerin. Dank einer Ausnahmeregelung – mit ihren 22 Jahren ist die Rheintalerin eigentlich noch zu jung – wird sie in diesem Jahr erstmals eine Elite-WM bestreiten können. Während Neff seit der Matura voll auf die Karte Sport setzt, geht Triathletin Benz zu 70 Prozent ihrer Arbeit als Turn-und Sportlehrerin am OZ in Gossau nach. Die 31-Jährige aus Steinach gewann im vergangenen Jahr in ihrer Alterskategorie den WM-Titel im Sprint. 2016 möchte Benz zu den Profis wechseln mit dem Ziel, sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren. Mit dem Australier Brett Sutton vertraut sie demselben Trainer wie Olympiasiegerin Nicola Spirig. Als St. Galler Amateursportlerin des Jahres ist Benz Nachfolgerin von Langläuferin Christa Jäger.

In der Kategorie Nachwuchssportler des Jahres folgt auf Tennisspielerin Belinda Bencic erneut ein grosser Name. Der Zuzwiler Fiala gehört zu den talentiertesten Eishockeyspielern der Schweiz. Beim NHL Entry Draft 2014 wurde er als siebter Schweizer in der ersten Runde gewählt. Die U18- und U20-WM schloss der Stürmer jeweils als bester Schweizer Skorer ab, zudem debütierte er im Nationalteam. Weil Fiala mit Nashville in der NHL aktuell das Playoff bestreitet, war er in St. Gallen nicht persönlich anwesend. Sein Vater Jan nahm die Auszeichnung entgegen.

«Eine grosse Ehre»

Bestes Team des Jahres ist Voltige Lütisburg, das sich 2014 die WM-Silbermedaille gesichert hat. Die Mädchen stürmten die Bühne, die Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger sagte: «Das ist eine grosse Ehre für den ganzen Verein.» Sieben Teams widmen sich in Lütisburg dem Voltigesport. Vor wenigen Wochen gewann der Club in Qatar ein hochkarätig besetztes Turnier.