Frau Aepli befördert sie alle

Esther Aepli rotiert auf ihrem Drehstuhl. Sie druckt die Pläne der Shuttlebusse aus, berät Kongressteilnehmer und sorgt dafür, dass genug Taxis vor dem Olma-Areal bereitstehen.

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Esther Aepli Verantwortliche für den Transport (Bild: Quelle)

Esther Aepli Verantwortliche für den Transport (Bild: Quelle)

Esther Aepli rotiert auf ihrem Drehstuhl. Sie druckt die Pläne der Shuttlebusse aus, berät Kongressteilnehmer und sorgt dafür, dass genug Taxis vor dem Olma-Areal bereitstehen. Aepli ist Geschäftsführerin von Aepli Consulting und während des Brustkrebs-Kongresses für die Transportlogistik verantwortlich. Dabei ist zurzeit ihre eigene Mobilität eingeschränkt: Sie hat sich im Januar beim Skifahren das Bein gebrochen. Rund 3000 Kongressteilnehmer sind aber auf Aeplis vollen Einsatz angewiesen, nun eben auf dem Stuhl oder an Krücken.

50 Busse sind im Einsatz

Da die 700 Hotelbetten in St. Gallen nicht ausreichen, wurden 2500 Zimmer von Bad Ragaz bis Zürich und im Ausland, in Vaduz oder Bregenz belegt. «Von über 70 Hotels müssen die Teilnehmer jeden Tag abgeholt und wieder zurücktransportiert werden. Dafür stehen 50 Cars im Einsatz», sagt Aepli.

Sie selber hat die Kongressbesucher am Flughafen Zürich in Empfang genommen und zu den Bussen begleitet: «Natürlich warten immer mehr Leute, als sich für den Abholdienst angemeldet haben. Dann gilt es alle auf die Busse zu verteilen. Das klappt gut. Bisher mussten wir noch niemanden zurücklassen.»

Der Umgang mit den Kongressteilnehmern aus aller Herren Länder sei meistens angenehm, sagt Aepli: «Viele kennen einen aus früheren Jahren und schätzen das Angebot. Teilnehmer aus aufstrebenden Nationen, wie Indien oder Pakistan, führen sich aber oft arrogant und fordernd auf.»

«Der Stick war leer»

Für einen erhöhten Puls bei Marco Klinger, dem Verantwortlichen für die Technik, sorgte am Eröffnungstag ebenfalls eine Inderin. «Die junge Frau wollte uns kurz vor ihrem Vortrag ihre Powerpoint-Präsentation abgeben, aber ihr USB-Stick war leer», sagt Klinger, Geschäftsleiter von Mediatec. «In unserem Büro konnte sie schliesslich nach Indien telefonieren. So wurde ihr die Präsentation noch rechtzeitig geschickt.» Ansonsten laufe bisher alles rund im Techniker-Cockpit neben der riesigen Leinwand im Auditorium.

«Kurzfristig flexibel zu sein, ist an einem solchen Grossanlass unerlässlich», sagt auch Myrta Töngi. Die Projektleiterin der Olma Messen ist verantwortlich für die Aussteller am Kongress. «Wir haben am Freitag vor der Eröffnung den letzten Stand verkauft, obwohl der Anmeldeschluss bereits im Dezember abgelaufen ist.»

Katrin Meier