FORDERUNG: Wirtschaftsverband WISG: Steuerfuss endlich senken

Die Wirtschaft Region St. Gallen (WISG) verlangt vom Stadtrat eine Steuerfusssenkung.

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Die Stadt St. Gallen habe zum vierten Mal hintereinander ein Rechnungsjahr besser als budgetiert abgeschlossen, heisst es im Communiqué der WISG. 2016 habe es einen Ertragsüberschuss von knapp 18 Millionen Franken gegeben. Als die bürgerlichen Fraktionen bei der Beratung des Budgets 2017 eine Steuerfuss­senkung und ein Referendum ­beantragt hätten, habe Stadt­präsident Thomas Scheitlin das Gespenst eines Notbudgets an die Wand gemalt, erinnert sich die WISG in ihrer Mitteilung. Der Antrag auf eine Referendum sei daraufhin zurückgezogen worden.

Jetzt zeige sich, dass der Stadtrat eine solide Finanzpolitik betreibe und eine ausgeglichene Rechnung, ja sogar einen Überschuss habe präsentieren können. Zum vierten Mal in Folge habe sich ein Budget als deutlich zu pessimistisch erwiesen. Das könnte den Verdacht wecken, die Stadt ziehe Steuern auf Vorrat ein, schreibt die WISG.

Der Wirtschaftsverband ist erfreut, dass der Stadtrat eine ­solide Finanzpolitik betreibt, wie er schreibt. Im Vergleich mit ­umliegenden Gemeinden und in einer gesamtkantonalen Übersicht sei der Steuerfuss der Stadt allerdings auf einem Niveau, das für potenzielle Zuzüger und ge­rade für gute Steuerzahler eher abschreckend sei. Das zeige auch die Tatsache, schreibt die WISG, dass die Bevölkerungszahl in der Stadt St. Gallen entgegen dem Trend in anderen Städten ge­sunken sei. Wolle die Stadt für Private und für Firmen attraktiv bleiben, sei eine Steuerfuss­senkung wichtig. (dwi)