Föbü-Verschuss zu Füssen Vadians

ST.GALLEN. Nächste Woche bricht in St.Gallen das Fasnachtsvirus aus. Zwischen Schmutzigem Donnerstag und Aschermittwoch feiern die Närrinnen und Narren an altbekannten – und neuen – Orten.

Lea Müller
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Die Konfettikanone wird dieses Jahr beim Vadian-Denkmal gezündet. (Archivbild: Benjamin Manser)

Die Konfettikanone wird dieses Jahr beim Vadian-Denkmal gezündet. (Archivbild: Benjamin Manser)

In einer Woche darf ein neuer St. Galler Ehrenfödlebürger – kurz Föbü – vor die Kanone. Wie es der Brauch will, wird er mit einer Ladung Konfetti in den Ehren-Föbü-Himmel befördert. Dieses Jahr findet der Verschuss allerdings nicht am Blumenmarkt statt, sondern zu Füssen des Vadian-Denkmals. «Dort haben alle Zuschauer freie Sicht auf das Geschehen», begründet Bruno Bischof, Präsident der St. Galler Fasnachtsgesellschaft, den Standortwechsel. Das Geheimnis, wer am nächsten Samstagabend zum Föbü – oder zur Föbine – ernannt wird, soll bis zum Verschuss unter Verschluss bleiben.

Lokremise bereits ausverkauft

Der Startschuss zum närrischen Treiben fällt bereits am Schmutzigen Donnerstag um 6 Uhr zur «Aaguggete» bei der Neugassbühne. Am Abend ist die Gassen- und Beizenfasnacht in der Altstadt auf ihrem Höhepunkt. Gut 40 Guggenmusiken sind in Beizen und auf den Bühnen im Waaghaus, in der Neugasse, beim Bärenplatz sowie auf der «Guggenschanze» beim Blumenmarkt zu hören. Auch die Schnitzelbänkler sind während der St. Galler Fasnacht in den Beizen unterwegs und unterhalten ihr Publikum mit träfen Sprüchen. Sie treten auch in der Kellerbühne auf. In dieser gibt es laut Fasnachtspräsident Bruno Bischof noch freie Plätze für Donnerstag.

Restlos ausverkauft sind hingegen die Plätze in der Lokremise. Zum drittenmal machen die Fasnächtler am Freitag «Dampf im Kessel». An der Show beteiligen sich Schnitzelbänkler, Guggen und Föbüs. Unter dem Motto «St. Gallen platzt» präsentieren sie laut Programmheft einen «veritablen Platzhirsch», der enthüllen soll, wer auf St. Gallens «verpatzten Plätzen gepatzt» habe.

Kinderfasnacht im Waaghaus

Der Fasnachtssamstag ist nebst dem Föbü-Verschuss fest in Kinderhand. In verschiedenen Quartieren finden am Nachmittag Fasnachtsumzüge statt. Zum grossen Fasnachtsumzug am Sonntagnachmittag sind laut Bruno Bischof über 50 Wagen mit insgesamt 1400 Mitwirkenden angemeldet. «Der Umzug wird länger als im Vorjahr», freut sich der Fasnachtspräsident.

Die Kinderfasnacht und das «Uusguggen» am Fasnachtsdienstag finden neu im Waaghaus statt. Letzteres beginnt zwar bereits um 20 statt 23.23 Uhr – dürfte laut Veranstaltern aber trotzdem weit in die Nacht hinein dauern.

www.fasnachtsg.ch