«Flumserei» mit Finesse

FLUMS. Der Umbau des Fabrikareals der ehemaligen Spoerry & Co. AG in Flums in einen lebendigen und inspirierenden Denkraum, Spielraum und Freiraum – eben die «Flumserei» – ist abgeschlossen. Heute Samstag wird er eingeweiht.

Reto Neurauter
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Aus der ehemaligen Spinnerei Spoerry & Co AG in Flums ist die «Flumserei» geworden. (Bild: pd)

Aus der ehemaligen Spinnerei Spoerry & Co AG in Flums ist die «Flumserei» geworden. (Bild: pd)

Ein Chocolatier, ein japanisches Dentalprodukte-Unternehmen, die Sozialen Dienste Sarganserland, ein Heizungs-/Sanitärunternehmen, eine Recyclingfirma, die Harmoniemusik Flums – die Vielfalt an Mietern in der «Flumserei» ist bereits gross. Und sie soll weiterwachsen: Der Umbau der ehemaligen Spoerry & Co. AG ist abgeschlossen. 9500 von total 30 000 Quadratmetern Nutzfläche sind in der ersten Etappe nutzbar gemacht worden. Eigentümer, Gemeinde und die Region versprechen sich von der mit architektonischer Finesse aufwartenden «Flumserei» Entwicklungsimpulse für Gemeinde und Region.

Lebendiges Zentrum werden

Die Spinnerei Spoerry & Co. AG war über Jahrzehnte die prägende Arbeitgeberin weit über ihren Standort Flums hinaus (siehe «Von Spoerry zu Innobas»). Mit dem Niedergang der Branche schwand die Bedeutung der Firma, am Ende blieb nur noch das markante Gebäude am Dorfrand übrig. «Mit dem jetzt abgeschlossenen Umbau, der Lancierung der Marke «Flumserei» und einer ambitiösen Marketingstrategie will die Innobas AG als Besitzerin «an die goldenen Zeiten der ehemaligen Fabrik anknüpfen», sagt Geschäftsführer Andreas Hofmänner. Die Flumserei sei mit dem alten Pioniergeist auf dem Weg zu einem Hotspot, einem lebendigen Zentrum mit Ausstrahlung auf die Gemeinde Flums und die Region Sarganserland-Werdenberg.

In der ersten Etappe hat das renommierte Zürcher Architekturbüro OOS Zürich das erste Drittel der Gesamtfläche zu modernen, für verschiedenste Zwecke nutzbaren Flächen umgebaut. «High-Tech-Betriebe sollen sich ebenso ansiedeln wie Dienstleister, Ausstellungen haben Platz neben Gewerbebetrieben, und Grossraumbüros grenzen an Kleinstunternehmen», sagt Severin Boser von OOS.

Im Foyer vereinen sich Kunst (Wandbild) und die Säulen im Altbau. (Bild: Reto Neurauter)

Im Foyer vereinen sich Kunst (Wandbild) und die Säulen im Altbau. (Bild: Reto Neurauter)

Das Ziel heisse Vielfalt: So entstünden Begegnungen und es wachse eine vitale Atmosphäre. Zum Entwicklungsmotor soll auch der Saal werden, der bis 480 Personen Platz bietet – der erste dieser Art in der Region. Rudolf Lippuner, Präsident der Region Sarganserland-Werdenberg, sieht die «Flumserei» als wirtschaftlichen Impuls für die ganze Region, von dem er sich eine Vorbildwirkung erhofft: «Wenn wir die vorhandenen industriellen Brachflächen nutzen, betreiben wir eine nachhaltige Regional- und Bodenpolitik.» Auf Fragen zum Denkmal-, Heimat- und Brandschutz seien gemeinsam Lösungen gefunden worden, mit denen alle leben könnten.

Heute Samstag wird die erste Etappe des Umbaus und der neue Saal in der «Flumserei» mit einem Fest (ab 12 Uhr) und einem Tag der offenen Türe eröffnet.

Eröffnung mit Benedikt Würth

Um 14 Uhr beginnt der offizielle Eröffnungsakt mit Regierungsrat Benedikt Würth und Gemeindepräsident Christoph Gull. Ab 19 Uhr ist die Bar offen und bis 24 Uhr sorgen zwei Livebands für Unterhaltung.

www.innobas.ch