FLÜCHTLINGE: St.Gallen wappnet sich für erneute Flüchtlingswelle

Der Kanton St.Gallen bereitet sich auf einen erneuten Zustrom von Füchtlingen vor. Wenn nötig sollen wieder Zivilschutzanlagen als Unterkünfte dienen. Die Regierung bewilligte für 2016 vorsorglich 10'000 Zivilschutz-Einsatztage.

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Dem Kanton St.Gallen wurden im vergangenen Jahr 2170 Flüchtlinge zugewiesen. (Bild: Petros Giannakouris (AP))

Dem Kanton St.Gallen wurden im vergangenen Jahr 2170 Flüchtlinge zugewiesen. (Bild: Petros Giannakouris (AP))

ST.GALLEN. Sicherheits− und Justizdirektor Fredy Fässler kann bei Bedarf Zivilschutzeinsätze auslösen, wie der Kanton am Freitag mitteilte. Der Bund geht davon aus, dass im laufenden Jahr kaum weniger Flüchtlinge in die Schweiz einreisen werden als 2015, als rund 40'000 kamen.

Bewahrheiten sich die Annahmen des Bundes, muss der Kanton wie im Vorjahr wieder Zivilschutzanlage als Asylunterkünfte öffnen. 2015 hatte St.Gallen die Unterbringungskapazitäten von 330 auf knapp 900 erhöht. Dem Kanton wurden vom Bund 2170 Flüchtlinge zugewiesen.
Regierungsrat Fredy Fässler lud kürzlich rund 90 Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten sowie Verantwortliche des Asylwesens und des Zivilschutzes ein, um sie über die Planung des Kantons zu informieren. «Der Kanton will gewappnet sein», heisst es in der Mitteilung. (sda)

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