Floraland verlässt Gossau

GOSSAU. Küng Floraland und Gärtnerei muss per Ende Jahr sein Grundstück in Gossau räumen. Viel Hoffnung, noch eine neue Bleibe zu finden, herrscht nicht. Das Geschäft geht in Thundorf weiter.

Patrick Tobler
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Im Floraland in Gossau herrscht momentan Ausverkauf. (Bild: Patrick Tobler)

Im Floraland in Gossau herrscht momentan Ausverkauf. (Bild: Patrick Tobler)

15 Jahre lang war Küng Floraland und Gärtnerei an der Bischofszellerstrasse 107 in Gossau zu Hause. Sowohl das Land, auf dem sich die Gärtnerei befindet, als auch das anliegende Gewerbe- und Industriegebiet Sommerau-Nord gehören der Genossenschaft Migros. Auf dem gesamten Gebiet ist eine Überbauung geplant, für die jetzt Platz gemacht werden musste. Die Küng Pflanzen AG wird aber nicht gänzlich verschwinden. Weiterhin bestehen bleibt der Hauptsitz in Thundorf, wo sowohl angepflanzt als auch verkauft wird.

Schwierig, etwas zu finden

Er sei zwar immer noch auf der Suche nach einem neuen Ort, mache sich aber nicht mehr allzu grosse Hoffnungen, sagt Dölf Küng, Inhaber der Küng AG. Für eine Gärtnerei dieser Grösse sei es sehr schwierig, einen geeigneten Ort zu finden. «In unserer Branche ist der Preisdruck auch relativ hoch. Die geforderten Mietpreise können wir so nicht bezahlen», sagt Küng.

Geschäft läuft weiter

Dass das Geschäft in Gossau nun geschlossen werden muss, sei bedauerlich. Die Laufkundschaft habe aber nur einen kleinen Teil des Umsatzes ausgemacht. Der Hauptteil des Umsatzes stamme von Grosskunden. Diese werden auch nach dem Wegzug aus Gossau bleiben und vom bestehenden Sitz in Thundorf aus beliefert. Die Stadt Gossau habe beispielsweise bereits angefragt, ob sie ihre Blumen immer noch von der Küng AG beziehen könne.

Hofladen statt Gärtnerei

Die Umsätze sind laut Küng stetig gesunken. Das Geschäft in Gossau wurde vor allem gegründet, weil man immer grössere Mengen an Coop liefern konnte. Dieser Auftrag ging später verloren, und mit dem Zuzug von Baumärkten wie Obi sei die Konkurrenz zusätzlich gewachsen. Für die Belegschaft konnte bis auf eine Person allen eine Weiterbeschäftigung ermöglicht werden. «Die Person, der gekündigt werden musste, wollte sowieso einen Hofladen eröffnen. Eine zufriedenstellende Lösung», sagt Küng.

Momentan werden an der Bischofszellerstrasse viele Pflanzen vergünstigt abgegeben. Wegen des guten Wetters bleibt das Geschäft wohl noch bis Mitte November geöffnet.