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Flair fürs Mystische

Die 21jährige St. Gallerin Stefanie Böni hat unter dem Pseudonym Juno Stevens ihren ersten Fantasy-Roman veröffentlicht. Die darin beschriebene mystische Welt passt auch zu ihr selbst.
Sheila Eggmann
Stefanie Böni hat in ihrem Kopf bereits Ideen für fünf weitere Bücher. (Bild: Hanspeter Schiess)

Stefanie Böni hat in ihrem Kopf bereits Ideen für fünf weitere Bücher. (Bild: Hanspeter Schiess)

«Ich bezeichne mich selbst als Freak», sagt Stefanie Böni. «Wer verrückt ist, hat ein spannenderes Leben.» Sie hat gerade ihr erstes Buch veröffentlicht und lässt sich nicht so leicht in eine Schublade stecken. Sie mag es, sich mit einem Buch zu verkriechen und in eine andere Welt abzutauchen. Ausserdem mag sie es, sich aufwendige Kostüme zu basteln und verkleidet an Events zu gehen. Aber vor allem mag sie es, zu schreiben. «Seit ich einen Stift halten kann, schreibe ich gerne», beschreibt sich die 21jährige St. Gallerin auf ihrer Homepage. Andere in ihrem Alter gehen fleissig in den Ausgang, rennen dem neusten Modetrend nach oder versuchen krampfhaft, individuell zu sein. Böni nicht.

Schon länger verfolgt die Buchhändler-Lehrtochter den Traum, einmal ein Buch zu veröffentlichen. Mit 16 fing sie schliesslich an, die «Wolfblut Chroniken» zu schreiben. «Mein Umfeld hat meine Autoren-Pläne anfangs nicht ganz ernst genommen», sagt Böni. Jetzt, fünf Jahre später, publiziert sie ihren ersten 260seitigen Roman «Wolfblut Chroniken 1 – Das Vermächtnis des Königs» und ist sehr stolz darauf. Die Geschichte, die Böni erzählt, ist aber keineswegs nach den 260 Seiten fertig. «In meinem Kopf bin ich bereits etwa fünf Bücher weiter.»

Fünf Jahre am Titel herumstudiert

«Wolfblut Chroniken 1» handelt von Unsterblichkeit, von Göttern, von Figuren, die sich in andere Wesen verwandeln können, und sie beginnt 200 Jahre vor Christus. «Ich finde die Antike sehr spannend», sagt Böni. In der Kanti habe sie im Fach Latein einiges über diese Epoche lernen können. Trotzdem musste sie für ihr Buch viel recherchieren. «Ich lasse Ereignisse und Personen mit einfliessen, die es wirklich gab. Der Roman soll historisch korrekt sein.» So spielt beispielsweise Julius Cäsar eine Rolle, auch Aristoteles wird erwähnt. Schwierig waren aber nicht nur die historischen Aspekte in ihrem Roman, sondern auch die Titelgebung. «Ich habe fünf Jahre lang am Titel herumstudiert», erzählt sie und lacht.

Böni ist Selbstverlegerin, das bedeutet, das sie für die Vermarktung ihres Romanes selbst verantwortlich ist. Sie musste sich persönlich dafür einsetzen, dass ihr Buch in der Buchhandlung am Rösslitor erhältlich ist. Auch auf Social Media ist sie sehr aktiv. Sie hat einen Youtube-Kanal, eine Facebook-Fanpage und zählt über 1600 Follower auf Twitter. Wann immer sie etwas publiziert – das können Kostüme, Filme, Zeichnungen oder Texte auf Deutsch oder Englisch sein – macht sie das unter dem Künstlernamen Juno Stevens. «Der Name Böni war unpraktisch, weil er für Englischsprechende schwierig zu merken und auszusprechen ist», sagt Böni. «Ich möchte aber auch in der englischsprachigen Welt Werbung machen.» Ihr Ziel ist es, im kommenden Jahr eine englische Fassung von «Wolfblut Chroniken 1» zu publizieren.

Die Zweisprachigkeit auf ihren Internetseiten hat noch einen anderen Grund. Ihre zweite Leidenschaft, das «Cosplay», hat im englischsprachigen Raum viel mehr Anhänger. Beim «Cosplay» geht es darum, eine Figur aus Büchern, Comics, Filmen oder Computerspielen möglichst originalgetreu durch Kostüm und Verhalten darzustellen. «Ich mag es, mich in eine Kunstfigur zu verwandeln und mich in einer Welt zu verlieren, die es nicht gibt.» Einen kleinen Teil dieser aussergewöhnlichen und mystischen Welt präsentiert sie im Roman «Wolfblut Chroniken 1».

Juno Stevens liest morgen Freitag, 19.30 Uhr, im Talhof aus «Wolfblut Chroniken 1 – Das Vermächtnis des Königs».

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