Finanzpolitik, bürgerliche Werte und Doppelbelastung

«Für Tschirky die kritischen Fragen, für Lüthi der Applaus», Ausgabe vom 30. Oktober

Magnus Hächler
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Der kürzlich vorgelegte Voranschlag 2018 der Stadt St. Gallen zeigt es auf: Mit den Stadtfinanzen muss sorgfältig umgegangen werden. Ansonsten droht eine laufend steigende Verschuldung. Angesichts kommender Investitionsentscheide, beispielsweise bei der Sanierung verschiedener Schulhäuser, braucht es eine vorausschauende Planung durch die Exekutive. Ich traue Boris Tschirky zu, dass er aufgrund seiner Erfahrung aus Politik und Wirtschaft den Blick fürs Gesamte hat. Dank seiner kommunikativ-offenen Persönlichkeit wird er das Amt als Stadtrat mit Herzblut wahrnehmen. Für mich ist er der richtige Kandidat bei diesem zweiten Wahlgang in den Stadtrat.

Magnus Hächler

Haggenhaldenstr. 49, 9014 St. Gallen

Stadtratswahlen sind Persönlichkeitswahlen. Die Wählerinnen und Wähler sollen der besten Kandidatin ihre Stimme geben. Ein Blick auf die Leistungsausweise der antretenden Personen macht die Entscheidung leicht. Sonja Lüthi verfügt mit Abstand über den breitesten Ausbildungs- und Erfahrungshorizont: Sie ist diplomierte Geografin. Sie hat den HSG-Doktortitel in Betriebswirtschaft. Sie unterrichtete als Lehrbeauftragte in Berlin, Luzern und Konstanz. Sie arbeitete beim Amt für Umwelt und Energie und ist heute Leiterin einer Abteilung des Landverbandes, welche die Nachhaltigkeit und die Energieeffizienz fördert. Und auch ehrenamtlich übernimmt Sonja Lüthi vielfältig Verantwortung. Sonja Lüthi bringt jene Qualifikationen mit, die für die Bewältigung der städtischen Zukunftsfragen erforderlich sind. Ihre Werte – Fleiss, selbstverantwortliches Handeln und Wirtschaftlichkeit – machen die 36-jährige Mutter zur idealen bürgerlichen Kandidatin. Tun wir etwas für die Stadt St. Gallen: Wählen wir am 26. November Sonja Lüthi!

Max Lemmenmeier Kantonsrat SP

Herbrigstrasse 6, 9000 St. Gallen

Immer wieder wurde, auch zwischen den Zeilen in Zeitungsberichten oder an Po­diumsdiskussionen, hinterfragt, ob Sonja Lüthi den Spagat zwi­schen Familie und Beruf schaffen wird. Warum aber wird ihr diese Frage überhaupt ge­stellt? Wäre Boris Tschirky 16 Jahre jünger, seine Tochter wäre gerade erst geboren, Boris Tschirky wäre also ein junger Vater. Würde man ihm die Frage, ob er den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen könne, auch stellen? Es ist befremdlich und beschämend für unsere Gesellschaft, dass sich eine Frau im Jahr 2017 für ihre Karierreplanung rechtfertigen muss. Abgesehen davon, dass Sonja Lüthi die Doppelbelastung Beruf und Kind schon heute bei ihrer Tätigkeit als Abteilungsleiterin tagtäglich erfolgreich trägt! Was muss eine Frau denn noch leisten, bis man ihr glaubt, dass sie es kann? Vielleicht ist die Wahl von Sonja Lüthi ein Schritt, dass sich junge Mütter in einigen Jahren nicht mehr für ihren beruflichen Weg und ihre Karierreziele erklären müssen. Die Zeit ist längst reif.

Philipp Schönbächler

Burggraben 24, 9000 St. Gallen