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FILTER: Viel Geld für sauberes Abwasser

Um Mikroverunreinigungen zu filtern, braucht die Abwasserreinigungsanlage in Steinach eine neue Reinigungsstufe. Das ist dem Parlament gemäss Beschluss vom Dienstagabend 13,5 Millionen Franken wert.

Die Vorlage zum Neubau einer Filteranlage in der ARA Steinach war an der Parlamentssitzung vom Dienstag unbestritten. Mit 58 zu 0 Stimmen folgte das Parlament dem Antrag des Stadtrates und hiess den Verpflichtungskredit von 13,5 Millionen Franken gut. Trotzdem gab es vereinzelt Kritik an der Vorlage. So sei es ein Nachteil, dass das Verfahren, um die Mikroverunreinigungen aus dem Wasser zu filtern, enorm viel Strom verbrauche. Am Ende waren sich aber alle Parteien einig: Am Bau der neuen Anlage führt kein Weg vorbei.

Gesamthaft kostet die Anlage 24,4 Millionen Franken. Aufgrund der neuen Ableitungen von Hofen ins Morgental kann die neue Reinigungsanlage zusammen mit der ARA Morgental in Steinach auf dessen Areal gebaut werden. Der Anteil der Stadt beträgt daher nur 53,3 Prozent. Bereits vor zwei Jahren hat der Bund zudem einen Subventionsfonds eröffnet, mit dessen Mitteln die Mikrofilteranlage bis zu 75 Prozent der Kosten unterstützt werden soll. Da dieser Betrag noch nicht abschliessend bestimmt worden sei, hat die Stadt die Subventionen beim Verpflichtungskredit noch nicht eingerechnet. Netto betragen die mutmass­lichen Kosten für die Stadt etwa 4,3 Millionen Franken.

Gebühren sollten nicht steigen

Für den Betrieb ist von jährlichen Kosten von 700'000 bis 1 Millione Franken auszugehen. Pro Kopf macht dies acht bis elf Franken pro Jahr. Bereits jetzt zahlt die Stadt neun Franken pro Einwohner in den Subventionsfonds für die Elimination der Mikroverunreinigungen. Dieser Betrag fällt nach Inbetriebnahme der eigenen Anlage weg. Diesen Punkt wird die SVP genau beobachten, wie Sandra Steinemann namens der Fraktion sagte. So stimmte die SVP der Vorlage einstimmig zu. Jedoch verlasse sie sich auf die Aussagen des Stadtrates, dass die Abwassergebühren nicht erhöht werden.

Die Vorlage sieht vor, dass die Mikrofilteranlage 2021 in Betrieb genommen wird. Dies freut auch Veronika Meyer (Grüne). Denn all die Stoffe, wie Medikamente oder Herbizide und Pestizide, ­seien im Wasser unerwünscht. Viele davon werden in den herkömmlichen Abwasserreinigungsstufen nicht eliminiert. Zudem lobt sie im Namen der Grünen und Jungen Grünen den Stadtrat, dass das Vorhaben ­bereits jetzt Angriff nehmen wird. Immerhin hätte die Stadt Zeit bis ins Jahr 2039.

Eine dringende Notwendigkeit

Auch die FDP-Fraktion sprach sich für den Neubau der Mikrofilteranlage aus. Elisabeth Zwicky sagte im Namen der Fraktion, dass sie überzeugt sei, dass die zweckmässigste Lösung gefunden wurde. Doch merkte sie an, dass in der Vorlage Vergleichszahlen mit anderen Projekten fehlen. Auf einen Rückweisungsantrag verzichte die FDP jedoch, um eine schnelle Umsetzung des Projektes zu erreichen. Stadtrat Peter Jans (SP) betonte nochmals, dass die Reinigungsanlage eine Notwendigkeit sei. Die Mikrostoffe im Abwasser würden sonst langfristig Schaden anrichten. Die Vorlage untersteht dem fakultativen Referendum. (ren)

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