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«FIFA 18»-QUALIFIKATION: Gamer haben keine Zeit fürs Essen

Am Wochenende haben sich 61 Gamer im «Media Markt» in St.Gallen für die Qualifikation fürs Finale der Schweizer Meisterschaft in «Fifa 18» getroffen. Auch Profis nahmen teil. Sie setzten sich aber nicht durch.
Arcangelo Balsamo
An der Qualifikation für das Finale der Schweizre Meisterschaft in «Fifa 18» sind mehr als hundert Partien gespielt worden. (Bild: Ralph Ribi)

An der Qualifikation für das Finale der Schweizre Meisterschaft in «Fifa 18» sind mehr als hundert Partien gespielt worden. (Bild: Ralph Ribi)

«Heute ist viel zu schönes Wetter, um im Zimmer zu sitzen und zu gamen», wird am Samstag so manche Mutter ihren Kindern gesagt haben. Womöglich hat auch der eine oder andere Teilnehmer an der Qualifikation für das Finale der Schweizer Meisterschaft im Videospiel «Fifa 18» im «Media Markt» in St.Gallen dasselbe zu hören bekommen. Rund sechs Stunden und mehr als 100 Spiele dauerte die Qualifikation. Dann standen die Tagessieger Leotrim Demolli und Fabio Pechlaner fest. Für sie geht es am 10. Mai im Finale in Basel um den Meisterpokal und Preise im Gesamtwert von 15000 Franken. Die restlichen 59 Teilnehmer können ihr Glück nächste Woche erneut in Winterthur versuchen. Dann findet das letzte Offline-Turnier statt. Offline heisst, dass man neben seinem Gegner vor dem Bildschirm sitzt.

Bild: Ralph Ribi
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St. Gallen Winkeln - Fifa-SM-Qualifiaktion im Mediamarkt St.Gallen Fussball Gamer im Einsatz (Bild: Ralph Ribi)
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«Fifa 18»-Schweizer Meisterschaft Qualifikation

Genau wie bei einer WM oder EM wird zuerst eine Gruppenphase gespielt, ehe es in die K.o.-Duelle geht. Während dieser Phase ist es erstaunlich ruhig vor den zehn Bildschirmen. Kaum ein Spieler verzieht eine Miene. Einige hören über Kopfhörer Musik. Die Zuschauer stehen mit verschränkten Armen hinter den Spielern und kommentieren, was auf dem virtuellen Rasen geboten wird. In der K.o.-Phase wird es von Runde zu Runde emotionaler. Es wird auf die Tische gehauen, erzielte Tore werden mit einem «Yes» quittiert, das von mal zu mal lauter wird. Und bei Abpfiff lassen die Sieger ihren Emotionen zum Teil freien Lauf.

Wer vor der Veranstaltung dachte, dass ausschliesslich Leute aus der Ostschweiz teilnehmen, der bemerkt bereits bei der Teamauswahl, dass dies nicht der Fall ist. Nur sehr wenige wählen den FC St.Gallen. Vor allem der FC Basel und die Young Boys sind beliebt. Die Vorgabe bei der Teamwahl ist, dass die Teilnehmer einen Super-League-Vertreter wählen müssen. Damit jeder sein Lieblingsteam nehmen kann und keinen Nachteil hat, sind die Mannschaften so angepasst, dass jede gleich stark ist. Unter Gamern nennt sich das ganze «85er-Modus». Das heisst, dass jeder Fussballer im Spiel eine Gesamtstärke von 85 Punkten hat.

Wehe, der Gegner erhält zu viel Platz

Während der K.o.-Phase am Nachmittag ist auch Sandro Poschinger unter den Zuschauern. Poschinger ist einer von zwei Fifa-Gamern, die beim FC St.Gallen unter Vertrag stehen. Sein Finalticket hat er sich vor einer Woche am Qualifikationsturnier in Oftringen gesichert. Poschinger ist froh darüber: «Wenn ich auf das heutige Teilnehmerfeld schaue, sogar sehr.» Dieses sei sehr stark besetzt. «Es sind mehrere Profis aus Deutschland da. Ausserdem sind gute Spieler aus Zürich und Basel hier.» Umso erstaunlicher sei es, dass es keiner der deutschen Profis ins Halbfinale geschafft habe. Wie auch bei der deutschen virtuellen Bundesliga können Gamer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen.

Auf dem Fifa-Rasen gelten teilweise dieselben Regeln wie auf dem realen Fussballplatz. Man kann ein Spiel 75 Minuten lang dominieren, sich Chancen erspielen und keinen Schuss zulassen. Doch wenn man seine Chancen nicht verwertet, dann trifft der Gegner mit seinem ersten Schuss und schon hat man verloren. Besonders auf dem Niveau, auf dem am Samstag gespielt wurde, wird jeder Fehler ausgenutzt. Einmal zu viel Platz im gegnerischen Strafraum und schon zappelt der Ball im Netz.

Der Umgang unter den Spielern ist fair und zum Teil entstehen auch lustige Unterhaltungen. So etwa vor einem Achtelfinale, bei dem beide Spieler den FC St.Gallen wählen. «Immerhin ist so ein FCSG im Viertelfinale», sagt einer. «Ich hoffe, es ist deiner. Denn ich habe Hunger», antwortet der andere. Der Zeitplan ist straff. Es gibt kaum Pausen. Zudem wird den Teilnehmern am Anfang mitgeteilt, dass man bei Verspätung eine Forfait-Niederlage kassiert. Da kann es schon vorkommen, dass die Zeit zum Mittagessen fehlt. Schliesslich sind die wenigsten aus Jux dabei, sondern wollen zeigen, was sie drauf haben.

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