Feuerwehrhaus ist restauriert

Das alte Feuerwehrhaus in Obersteinach mit Baujahr 1940 wurde vom Steinacher Feuerwehrverein restauriert. Am vergangenen Samstag war es so weit, der Kran hievte abschliessend das neue Türmchen auf das Dach.

Fritz Heinze
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STEINACH. Es war nicht nur die Bemalung der Wände in einem unschönen Zustand, sondern auch der Turm. Im Holz dieses schmucken Stückes war der Wurm, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Überprüfung durch Stefan Müller ergab, dass im Rahmen der Renovation die Holzkonstruktion inklusive Läden neu erstellt werden muss. Für den Feuerwehrverein mit Präsident Carmine Romano galt es, mit dieser Aktion das Image als Organisator von «Good Vibrations» zu Gunsten einer weiteren, sichtbaren Aktivität etwas zu verändern und gleichzeitig dem trist aussehenden Feuerwehrdepot wieder zu einem ansehnlichen Aussehen zu verhelfen.

Ehemals ein altes «Schüürli»

Erbaut wurde das Obersteinacher Feuerwehrdepot im Jahr 1940. Sein Vorgänger, ein altes «Schüürli» mit einem Schlauchwagen als Einsatzmaterial, sei abgebrannt, wie der damalige Vizekommandant Hans Germann zu berichten weiss. Das neu erbaute Depot war lange Jahre die Heimat des Obersteinacher Feuerwehrzuges, der dem Vizekommandanten der örtlichen Feuerwehr unterstand. Der Zug absolvierte seine Übungen alleine in Obersteinach, gemeinsam im Übungseinsatz standen alle Züge nur im Rahmen der Hauptübung. Die Anschaffung des Tanklöschfahrzeuges (TLF) zwang die Feuerwehrzüge zur Umstrukturierung, sie übten künftig gemeinsam in Untersteinach, später im neu erbauten Feuerwehrdepot an der Werftstrasse. Und das Depot in Obersteinach wurde deshalb ausgemustert.

Konstruktion des Türmchens

Unter der Leitung von Präsident Carmine Romano wurden die Arbeiten Ende August aufgenommen. Finanzielle Zuwendung erhielt der Verein unter anderem von der Gemeinde. Die Arbeit konnte beginnen, der Farbeinkauf, das Holz für die Neukonstruktion des Turmes waren erfolgt, und die Koordination der Arbeiten lag in den Händen des Präsidenten. Gearbeitet wurde jeweils am Samstag. Arbeitsorte waren rund um das Depot und die Werkhalle der Firma Gebhard Müller AG, Holzbau, die für den Turmneubau zur Verfügung gestellt wurde. Pünktlich um 10 Uhr war am vergangenen Samstag der Kran bereit für das Setzen des Türmchens auf dem Dach. Während Stefan Müller alles vorbereitete, schwebte es langsam nach oben und wurde dort von ihm in Empfang genommen. Dies geschah alles unter den wachsamen Augen etlicher Vereinsmitglieder und auch Schaulustiger. Müller liess nichts anbrennen, das Türmchen passte in die Aussparung im Dach, und nachdem die Fensterläden befestigt waren, sah das ganze Haus komplett aus.

Sich besser kennenlernen

Rückblickend stellte Vizepräsident Beni Wyss fest, dass die Arbeit den Vereinsmitgliedern viel gebracht hätte. «Wir arbeiteten an acht Samstagen gemeinsam am Haus und lernten uns auch besser kennen», sagte er und ergänzte, dass dieses «Sich-Kennen» für die Zusammenarbeit bei Ernstfalleinsätzen wichtig sei. Abschliessend bedankte sich Präsident Carmine Romano bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz, der zu diesem tollen Ergebnis geführt hatte. Er bedauerte aber, und das war auch bei den Vereinsmitgliedern der Fall, dass bei diesem abschliessenden, wichtigen Akt kein Mitglied des Gemeinderates oder der Gemeindeleitung anwesend war.

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