Feuerwehr: Mehr Platz fürs Waschen

Die städtische Feuerwehr wäscht nicht nur die eigene Schmutzwäsche, sondern nimmt auch die von anderen regionalen Feuerwehren entgegen. Nun soll ein Container vor dem Gebäude Platz schaffen, um die interne Wäscherei zu vergrössern.

Michele Kalberer
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Hauswart Ernst Konrad nimmt die trockene Kleidung aus dem Tumbler. (Bild: Michèle Kalberer)

Hauswart Ernst Konrad nimmt die trockene Kleidung aus dem Tumbler. (Bild: Michèle Kalberer)

Das Feuerwehrdepot an der Steinachstrasse wird grösser. Vor dem Hauptgebäude ist ein Container geplant, der als Feuerlöscherwerkstatt dienen soll. Im begehbaren Baucontainer, wie ihn der Leiter der städtischen Berufsfeuerwehr Walter Bruderer beschreibt, werden Feuerwehrmänner die verwendeten Feuerlöscher füllen, reparieren und verwahren. Dies wurde zuvor im Gebäude selbst erledigt. Mit dem Container wird gleichzeitig Platz geschaffen für die interne Wäscherei.

Die Feuerwehr wäscht nicht nur die eigene Berufsbekleidung, sondern auch diejenige von Milizfeuerwehr, Zivilschutz und anderen Feuerwehren aus der Region. Sie seien daher froh über den neugewonnenen Platz. Auf die Frage, warum nicht auch die städtische Feuerwehr ihre Wäsche an externe Wäschereien abgebe, sagt Bruderer: «Wir haben die nötige Kapazität. Es ist eine gute Möglichkeit, unsere Leute sinnvoll zu beschäftigen.»

Schon seit 15 Jahren in Betrieb

Ernst Konrad, zuständiger Hauswart für Wäscherei und Kantine, weiss noch einen weiteren Vorteil: «Gäbe man die Kleidung an externe Wäschereien, würde dies um einiges länger dauern. Hier brauchen wir nötigenfalls einen Tag.» Seit etwa 15 Jahren wasche die Feuerwehr selbst. Bevor dieser Service angeboten wurde, musste jeder Feuerwehrmann zu Hause waschen. Das externe Waschen wurde überflüssig, als man eine grosse Waschmaschine anschaffte und vor circa drei bis vier Jahren zusätzlich einen Tumbler kaufte.

Waschen aus «Goodwill»

Das Waschen für andere Feuerwehren sei vor allem «Goodwill», wie Konrad sagt. Bringen und Abholen müssen diese ihre Kleidung selbst. Da Feuerwehren aus den kleineren Gemeinden meist nur eine Garnitur besitzen, wird der schnelle Waschdienst der städtischen Feuerwehr sehr geschätzt. Für gewöhnlich werde je zweimal am Morgen und am Nachmittag gewaschen.