Feuerwehr kostet nicht überall gleich viel

Die Feuerwehrkommission der Zweckverbandsgemeinden Heiden-Grub-Eggersriet-Wolfhalden verrechnet seit 1. Januar feuerwehrfremde Einsätze der Regiwehr zu einheitlichen Preisen. Auch im Rheintal werden unterschiedliche Tarife angewendet.

Susi Miara
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Bei der Verrechnung der feuerwehrfremden Dienstleistungen werden unterschiedliche Tarife angewendet. (Bild: Archiv)

Bei der Verrechnung der feuerwehrfremden Dienstleistungen werden unterschiedliche Tarife angewendet. (Bild: Archiv)

Mit dem Zusammenschluss der Feuerwehren Heiden, Eggersriet und Grub AR per 1. Januar hat die Feuerwehrkommission eine Weisung über die Verrechnung feuerwehrfremder Dienstleistungen und Einsätze der Regiwehr erlassen. Als feuerwehrfremde Einsätze werden Dienstleistungen wie Parkplatzanweisung, Verkehrseinweisung oder Winterdienst verstanden.

Unterschied zehn Franken

Dieser Gebührentarif wurde abgestützt auf die Schadentarife des Kantons Appenzell Ausserrhoden und des Kantons St. Gallen mit unterschiedlichen Tarifen und Gebühren. «Als Grundsatz gilt, dass die Verrechnung zu marktüblichen Preisen erfolgen soll», erklärt die Präsidentin der Feuerwehrkommission, Erika Streuli. So werden neu im ganzen Regiwehr-Gebiet für den Einsatz je Person und Stunde 60 Franken in Rechnung gestellt. Der Preis in Ausserrhoden wurde somit um zehn Franken erhöht. Damit die Selbstkosten gedeckt werden, wird neu auch der Einsatz für die Insektenwehr (Entfernung von Wespen- und Hornissennestern) nach Aufwand (Einsatzkräfte, Fahrzeug, Material) verrechnet. «Die Feuerwehr will keine Konkurrenz zu privaten Unternehmen sein», sagt Erika Streuli.

Unterschiedliche Tarife

Auch bei Rheintaler Feuerwehren sind die Tarife für feuerwehrfremde Einsätze verschieden. Für die Entfernung der Wespennester verlangen alle pauschal 100 Franken. Für Saalwache, Parkdienst und Verkehrsdienst werden zwischen zwischen 35 Franken und 50 Franken pro Mann und Stunde verrechnet. Spezialgeräte und Verkehrsmaterial werden zusätzlich in Rechnung gestellt.

In der Feuerschutzverordnung der Gebäudeversicherungsanstalt ist klar geregelt, welche Dienstleistungen die Feuerwehren verrechnen dürfen. Brand, Hochwasser und Sturmschäden gehören beispielsweise nicht dazu. Die Tarife für feuerwehrfremde Dienstleistungen werden von den Gemeinden festgelegt.

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