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FEUERWEHR: Helene braucht ein grosses Tor

Drei Geschosse für Leitern, Schläuche, Uniformen und die Autopumpe Helene: Das Feuerwehrmuseum im ehemaligen Gantamt rückt in Reichweite. Jetzt liegt das Baugesuch für die Umnutzung des Gebäudes auf.
Christina Weder
Das Gebäude an der Burgstrasse 61 hat als Gantamt ausgedient, bald soll darin ein Feuerwehrmuseum eröffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Das Gebäude an der Burgstrasse 61 hat als Gantamt ausgedient, bald soll darin ein Feuerwehrmuseum eröffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Christina Weder

christina.weder@tagblatt.ch

Im ehemaligen Gantamt an der Burgstrasse 61 kamen einst allerhand Gegenstände aus Konkursverfahren unter den Hammer. Bald will der Nostalgieverein Feuerwehr St. Gallen darin das Feuerwehrmuseum «Depot 61» eröffnen. Ausgediente Fahrzeuge, alte Uniformen, Feuerlöscher, Pumpen, Leitern, Atemschutz- und Alarmierungsgeräte aus den vergangenen 200 Jahren sollen darin Platz finden. «Wir wollen zeigen, wie früher Feuer bekämpft wurde», sagt Thomas Meyer, Vereinspräsident und CVP-Stadtparlamentarier.

Nun kommt der Verein seinem Ziel ein Stück näher. Das Baugesuch für die Umnutzung des Gantamts in ein Museum liegt bis zum 12. Juli im Amtshaus an der Neugasse öffentlich auf. Zudem haben die Vereinsmitglieder an der ausserordentlichen Hauptversammlung von vergangener Woche grünes Licht fürs Projekt gegeben.

Helene steht im Erdgeschoss

Der Umbau sieht laut Thomas Meyer lediglich kleinere Eingriffe vor. Die grösste und sichtbarste Veränderung wird der Einbau von zwei grossen Garagentoren sein, durch welche vier ausgediente Saurerfahrzeuge ins ehemalige Gantamt einfahren können. Im Ausstellungssaal im Erdgeschoss werden die Autopumpe Helene mit Jahrgang 1909 und das Tanklöschfahrzeug von 1963, das liebevoll «Grossmutter» genannt wird, stehen. In der Garage nebenan ist Platz für eine Autodrehleiter von 1965 und ein Tanklöschfahrzeug von 1982. Die vier Oldtimer sollen nicht nur abgestellt werden. «Am schönsten ist es, wenn sie ausfahren.»

Die Ausstellung wird sich über drei Stockwerke erstrecken. Der Lift wird erneuert und die Toilette neu erschlossen. Aus dem ehemaligen Gantsaal im zweiten Obergeschoss verschwinden nur die Stufen. Ansonsten bleibt der Saal, in dem derzeit zwei Musikvereine proben, unangetastet. Er soll weiterhin als Mehrzwecksaal genutzt werden können. Der Nostalgieverein will ihn für Veranstaltungen vermieten, die nach Wunsch mit einem Museumsbesuch kombiniert werden. Um die Möglichkeiten für externes Catering zu verbessern, wird eine Teeküche eingebaut. Meyer sagt, er habe bereits erste Anfragen erhalten. Die Saalmiete soll einen Teil der Finanzierung sicherstellen. Denn der Museumsbetrieb ist teuer.

Noch fehlen 300000 Franken

Der Nostalgieverein Feuerwehr verfolgt die Idee, ein Feuerwehrmuseum zu eröffnen, seit seiner Gründung im Jahr 2000. Seit vier Jahren arbeitet eine Projektgruppe gezielt darauf hin. Besonders viel Zeit hat sie darauf verwendet, die nötigen Mittel aufzutreiben. Vereinspräsident Meyer veranschlagt die Kosten für den Gebäudekauf, den Umbau und die Einrichtung des Museums auf rund eine Million. Noch immer fehlen 300000 Franken. Der Verein sucht weiterhin Gönner. Bis diese gefunden sind, werde man eine Hypothek aufnehmen, sagt Meyer.

Nach Erhalt der Baubewilligung soll das Gebäude an der Burgstrasse 61 von der Stadt an den Nostalgieverein Feuerwehr überschrieben werden. Dann müssen der Umbau terminiert und die Ausstellung konzipiert werden. Um die Kosten möglichst tief zu halten, will der Verein auch beim Umbau vieles selber machen. Meyer rechnet damit, dass das Feuerwehrmuseum – oder ein erster Teil davon – im Frühsommer 2018 eröffnet wird.

Zeitlich stehe man etwas unter Druck, sagt er. Die künftigen Ausstellungsstücke befinden sich im Besitz der Stadt, des Rettungscorps und des Nostalgievereins Feuerwehr. Sie sind noch in diversen Räumlichkeiten über die ganze Stadt verteilt. Unter anderem lagern sie im Depot Altwinkeln und in den beiden Milizdepots Ost und West, die voraussichtlich umgenutzt werden. «Dann müssen wir raus.» Für die Eröffnung des Museums sei es deshalb «fünf vor zwölf».

www.nfsg.ch

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