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Feuer wurde spät entdeckt

KRIESSERN. Ein Rinder-Mastbetrieb in Kriessern hat in der Nacht auf Sonntag gebrannt. Rund 100 Tiere starben, 27 konnten gerettet werden. Laut Kantonspolizei beträgt der Schaden über eine Million Franken. Die Brandursache ist unklar.
Adrian Grzonka
Als die Rettungskräfte eintrafen, stand der Stall schon in Vollbrand. (Bild: Kapo SG)

Als die Rettungskräfte eintrafen, stand der Stall schon in Vollbrand. (Bild: Kapo SG)

Es war bereits ein Vollbrand, als die Feuerwehr am Sonntagmorgen kurz nach 1.30 Uhr das Gelände des Rinder-Mastbetriebs in Kriessern erreichte. "Bei unserer Ankunft schossen die Flammen bereits aus dem Dach des Stalls", sagt Hugo Langenegger, Kommandant der Feuerwehr Oberriet. Trotz eines Grossaufgebots von knapp 100 Feuerwehrleuten kam für rund 100 Rinder jede Hilfe zu spät. 19 Kälber und acht Rinder konnte die Feuerwehr aus dem brennenden Gebäude befreien. "Wir haben die Stalltüre sofort aufgeschlossen und die lebenden Tiere hinausgetrieben", sagt Langenegger. Die Tiere seien nun bei einem Bauern in der Umgebung vorübergehend untergebracht.

Der Brand war weit herum sichtbar. (Bild: Kapo SG)
Weshalb das Feuer ausgebrochen ist, ist noch unklar. (Bild: Kapo SG)
Der Schaden beträgt über eine Million Franken. (Bild: Kapo SG)
Wenige Tiere wurden gerettet - die meisten verbrannten. (Bild: Kapo SG)
4 Bilder

Grossbrand in Kriessern

Kälber allesamt gerettet
Laut Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, ist davon auszugehen, dass die Todesursache der meisten Rinder nicht die unmittelbare Flammeneinwirkung war, sondern dass sie an einer Rauchgasvergiftung verendeten. Selbst die acht geretteten Rinder seien zum Teil schwer verletzt. "Ein Tierarzt wird nun entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen wird. Es ist nicht auszuschliessen, dass einige getötet werden müssen", sagt Rezzoli.

Mehr Glück hatten die 19 Kälber, welche nicht wie die Rinder im grossen Stall, sondern in unmittelbarer Nähe des Maschinenparks untergebracht gewesen waren. Sie blieben unversehrt.

Laut Sonderegger, der die Zusammenarbeit der Feurwehren Oberriet, Altstätten, Rüthi-Lienz und Bernegg-Au koordinierte, war der Brand schnell unter Kontrolle: "Bereits nach 45 Minuten waren die grossen Brandherde gelöscht." Die Nachlöscharbeiten hätten indes bis am späten Sonntagabend gedauert. "Die Heuballen etwa mussten aus dem Gebäude geschafft und aus der Folie geholt werden, bevor sie gelöscht werden konnten."

Feuer erst spät entdeckt
Alarmiert wurde die Kantonspolizei St.Gallen von mehreren Verkehrsteilnehmern, welche auf den weithin sichtbaren Brand aufmerksam geworden waren. Da die Rinderfarm nicht bewohnt sei, sei der Brand nicht früher entdeckt worden, sagt Rezzoli. Das Gelände des Mastbetriebs befinde sich auf einem freien Feld, es gebe keine bewohnten Gebäude in der direkten Umgebung.

Laut Rezzoli ist nicht auszuschliessen, dass der Brand bereits lange in Gang war, bevor er für die Verkehrsteilnehmer von der Strasse aus sichtbar wurde. Es sei gut möglich, dass der Brand für längere Zeit in einem abgeschlossenen Raum geschwelt habe, bevor er sich durch den Eintritt von Sauerstoff schlagartig ausgebreitet habe – zum Beispiel durch das Zerbersten einer Scheibe.

Brandursache unklar
Laut der Kantonspolizei wird der Schaden auf mehr als eine Million Franken geschätzt. Genauere Angaben seien zur Zeit nicht möglich. Auch die Brandursache ist laut Rezzoli noch völlig unklar. Erst nachdem der Brand vollständig gelöscht sei, könne der Kriminaltechnische Dienst seine Arbeit aufnehmen. Es sei ebenfalls zu klären, ob eine externe Firma herangezogen werden müsse, um einsturzgefährdete Gebäudeteile abzubrechen, bevor die Polizei ohne Verletzungsgefahr mit den Ermittlungen beginnen könne. Erst dann werde anhand des Spurenbildes die Zone des Brandausbruchs erörtert und abgeklärt, welche für den Brand relevanten Gegenstände sich im Gebäuden befunden hätten. "Diese Untersuchungen sind äusserst aufwendig und werden sowohl vor Ort als auch im Labor durchgeführt", sagt Rezzoli. Personen, welche Angaben zum Brand machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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