Feuer und Flamme für Experimente

Zwei PET-Flaschen, zwei Ballone und zwei Personen mit kräftigem Lungenvolumen braucht es für dieses anschauliche Einstiegsexperiment.

Tim Wirth
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Im Gruber Primarschulhaus wird Traubenzucker degustiert. (Bild: Tim Wirth)

Im Gruber Primarschulhaus wird Traubenzucker degustiert. (Bild: Tim Wirth)

Zwei PET-Flaschen, zwei Ballone und zwei Personen mit kräftigem Lungenvolumen braucht es für dieses anschauliche Einstiegsexperiment. Als die Schulleiterin der Primarschule Grub SG, Diana Diethelm, nach Freiwilligen im mit Eltern und Kindern gefüllten Schulzimmer sucht, halten viele Kinder schnell ihre Hände hoch. Im Verlaufe des Abends wird aber auch die ältere Generation jene anfängliche Scheu noch ablegen und ganz der Faszination Wissenschaft verfallen, wie die 45 Schüler und Schülerinnen der Primarschule Grub.

Vier Sinne in vier Zimmern

Im «Zimmer des Tastsinns» fliegt ein Boomerang durch die Lüfte. Ein Vater zeigt seinem Sohn die Flugbahn jenes australischen Wurf-Phänomens, während seine Frau gerade auf einem Flaschenzug in Richtung Zimmerdecke gehievt wird. Etwas gemächlicher geht es im Raum des Geschmacksinns zu und her. «I tipp uf de Pink», sagt eine Schülerin, als sie diverse Traubenzucker degustiert und dem richtigen Geschmack zuordnen muss. Die Eltern – man kennt sich – fachsimpeln über den Effekt von Farbe auf den Geschmack. Dafür bleibt ihnen aber nicht viel Zeit. Schon haben ihre Kinder alle Traubenzucker durchgekostet und fragen: «Chani nomel e Rundi mache?»

Grosses Projekt für kleine Schule

Die Augen der Schüler und Lehrpersonen glänzen, das Projekt Forscherkiste ist für die kleine Schule ein «Mega-Projekt», wie die Schulleiterin sagt. Es ist nicht eine Kiste im eigentlichen Sinne, sondern ein Autoanhänger gefüllt mit rund 280 Experimenten, die auf Entdecker warten. Diese Forscherinnen und Forscher scheint man im Gruber Schulhaus gefunden zu haben. Am Donnerstagabend durften die Kinder die Erfahrungen, die sie in dieser Woche gesammelt haben, den Eltern weitergeben. Stolz, neugierig und begeistert werden sie das Schulhaus verlassen – Eltern und Kinder.

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