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FESTSPIELE: «Die Oper ist beinahe ein versteckter Gottesdienst»

Die St. Galler Freilichtoper auf dem Klosterplatz lockt dieses Jahr mit «Loreley». Geschäftsführer Werner Signer freut sich über die Besucherzahl und über das neue Soundsystem. Beides hat aber noch Luft nach oben.
Elisabeth Reisp
Die Festspielbühne mit der Kathedrale als imposante Kulisse. (Bild: Benjamin Manser)

Die Festspielbühne mit der Kathedrale als imposante Kulisse. (Bild: Benjamin Manser)

Heute Mittwoch und am Freitag findet jeweils noch eine Vorstellung der Oper «Loreley» auf dem Klosterplatz statt. Dann enden die diesjährigen Festspiele. Werner Signer, Geschäftsführer von Konzert und Theater St. Gallen, ist bis jetzt sehr zufrieden mit der diesjährigen Saison.

Noch bis Freitag dauern die Festspiele St. Gallen. Wie gut sind die Vorstellungen besucht?

Gestartet sind wir mit ausverkauften Vorstellungen. Vergangene Woche hatten wir wetterbedingt teilweise etwas weniger Besucher. Genaue Zahlen haben wir noch keine. Vom Gefühl her sind die Aufführungen bis jetzt sehr gut besucht. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben...

Auf diese Saison hin wurde für die Festspiele ein neues Soundsystem angeschafft. Nehmen das die Besucher wahr?

Und ob. Wir haben viel positives Feedback erhalten. Der Klang ist nun runder, voller. Weil die Festspiele aber von verhältnismässig kurzer Dauer sind, ist die Einstellung noch nicht ganz perfekt. Das wird mit den nächsten Jahren noch besser werden.

Die St. Galler Festspiele setzen auf unbekanntere Opern. Dieses Jahr wird Alfredo Catalanis «Loreley» gezeigt. Wie kommt sie bei den Besuchern an?

Gemessen am jeweiligen Schlussapplaus, teilweise im Stehen dargebracht, oder zumindest mit heftigem Fussgetrampel, scheint die Oper dem Publikum zu gefallen.

Die Oper «Loreley» ist für viele eine Unbekannte, denn sie wurde seit ihrer Uraufführung 1890 noch nie in der Schweiz gezeigt. Was ist die Botschaft dieses Werkes?

Es ist eigentlich ein moralistisches Stück. Die Geschichte um die Rheinnixe zeigt, wohin das Leben führt, wenn man das Mass verliert. Es ist beinahe ein versteckter Gottesdienst. Gezeigt wird die Geschichte in einfacher, verständlicher Bildsprache.

Von Tabledance und allerlei Erotik war in unserer Zeitung die Rede.

Ach was, alles halb so wild. Es wird in einer Szene ausgelassen auf dem Tisch getanzt. Aber es sind alle angezogen.

Elisabeth Reisp

elisabeth.reisp

@tagblatt.ch

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