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FESTIVALS: Streetfood: Der Hype aus der Garküche

Der Streetfood-Trend hat St. Gallen erreicht – und wie. Gleich drei solcher Festivals stehen dieses Jahr auf dem Programm – eines davon überdacht. Das freut nicht nur Veranstalter, sondern auch die Standortförderung.
Luca Ghiselli
Vor zwei Jahren feierte das erste Streetfood-Festival der Stadt Premiere. (Bild: Michel Canonica)

Vor zwei Jahren feierte das erste Streetfood-Festival der Stadt Premiere. (Bild: Michel Canonica)

In Zeiten von Instagram, Snapchat und Co. isst nicht nur das Auge, sondern oft auch die Smartphone-Kamera mit. Gastronomie soll hip sein, exotisch, aber unkompliziert. Ein Erlebnis eben, das sich lohnt, geteilt zu werden. Vielleicht hat genau dieser Umstand den Streetfood-Festivals in den vergangenen Jahren zu jenem grossen Erfolg im In- und Ausland verholfen, den sie heute geniessen. Der Burger der Fastfood-Kette ist out, heute sind Straussen- oder Wasserbüffelburger die Stars des schnellen Imbisses aus der mobilen Garküche.

Seit dem ersten Streetfood-Festival der Schweiz in Zürich sind nur knapp vier Jahre vergangen. Seither spriessen die Foodtruck-Feste fast wie Pilze aus dem Boden. Das Konzept ist so simpel wie effizient: Imbissstände bieten Probierportionen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten an – die Besucher degustieren. Vor zwei Jahren schwappte der Trend erstmals nach St. Gallen über – vor dem Hadwig-Schulhaus feierte das erste Streetfood-Festival der Stadt Premiere. Dieses Jahr kommen nun zwei weitere Schlemmfeste dazu. Der Startschuss in die Streetfood-Saison fällt allerdings in der Halle: Vom 23. bis 25. März findet in der Olma-Halle 3 zum ersten Mal ein Burger-Festival statt (siehe Zweittext). Weiter geht’s vom 25. bis 27. Mai auf der Kreuzbleiche – bevor vom 8. bis 10. Juni wieder auf dem Vorplatz des Hadwig-Schulhauses an der Notkerstrasse degustiert wird. Was macht die Festivals so erfolgreich? Und was bringen diese Anlässe der Stadt?

«Der Markt reguliert die Streetfood-Schwemme»


Die städtische Standortförderung beobachtet diese Entwicklung mit Genugtuung. «Wir freuen uns natürlich, wenn solche Anlässe vermehrt in St. Gallen stattfinden», sagt Leiterin Isabel Schorer. Zwar akquiriere die Stadt solche Veranstaltungen nicht aktiv. «Wir bieten aber Hand, um zum Beispiel einen geeigneten Veranstaltungsort zu finden.» Streetfood-Festival s scheinen ein Bedürfnis zu sein – und erfreuten sich einer grossen Nachfrage, sagt Schorer. Es handle sich dabei aber um eine Entwicklung, die auch wieder abflauen könne, ist die Standortförderin überzeugt. «Diese Trends kommen und gehen», sagt Schorer. «Der Markt reguliert das aber. Und wenn die Nachfrage dereinst wieder sinken sollte, geht auch die Anzahl der Festivals wieder zurück.»

Dass die Streetfood-Festivals in der Stadt Fuss gefasst haben, findet die Standortförderin erfreulich. «Es hilft uns auch, St. Gallen als urbanes Zentrum weiter zu positionieren.» Direkte Unterstützung – wie zum Beispiel beim Gamer-Festival Anfang Januar in der Olma-Halle – werde es seitens der Standortförderung für Streetfood-Festivals aber nicht geben. «Wir bieten aber Unterstützung, wenn Organisatoren mit konkreten Fragestellungen auf uns zukommen. Der Anlass muss sich aber selbt finanzieren», sagt Isabel Schorer.

Auch vegan und glutenfrei

In zwei Wochen halten also die mobilen Burgerküchen in der Olma-Halle Einzug. Auch das ein Essenstrend, der sich nicht zuletzt dank des Streetfood-Hypes hierzulande immer mehr durchsetzt. Burger gibt es inzwischen vegetarisch, vegan, gluten- und laktosefrei – so auch am ersten Burger-Festival in St. Gallen. Organisator Oliver Oetjen sagt auf Anfrage: «Wir sind im vergangenen Jahr in Zürich, Basel und Winterthur gestartet. Nun weiten wir unsere Streetfood-Tour auf sechs Städte aus – darunter auch St. Gallen.» Die Idee dazu sei entstanden, als für ein anderes Streetfood-Festival, das Oetjens Firma organisiert, zahlreiche Anmeldungen von Burgertrucks eingingen. «Da haben wir uns gedacht: Warum nicht gleich ein Burger-Festival auf die Beine stellen?» Die ersten Festivals stiessen auf positive Resonanz – und auch das Interesse an der Premiere in St. Gallen ist im Vorfeld gross. Fast 9000 Personen interessieren sich auf Facebook für die Veranstaltung. Wie viele kommen, wird sich zeigen.

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<h3>Die Imbisswagen fahren auf</h3>
<p>24 Stände aus der ganzen Schweiz sind am ersten Burger-Festival in der Olma-Halle 3 zu Gast. Sie bieten über 50 verschiedene Burger an. So gibt es neben indischen Kreationen auch einen Himalaya-Burger, auch Veganer kommen auf ihre Kosten. Das Festival öffnet am Freitag, 23. März, um 17 Uhr und ist auch am Samstag, 11 bis 23 Uhr, und Sonntag, 10 bis 23 Uhr, geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Gratis ist auch der Eintritt zum zweiten Street Food Festival der Saison vom 25. bis 27. Mai auf der Kreuzbleiche. Organisiert wird es von der Firma Walhalla Events, die laut ihrer Homepage bereits seit geraumer Zeit in Deutschland ähnliche Food-Feste durchführt. Vom 8. bis 10. Juni findet dann zum dritten Mal das Street Food Festival rund um das Hadwig-Schulhaus statt. (ghi)</p>
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