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FESTIVAL: Dänischer Folk mit Schwyzerörgeli

Morgen Freitag und am Samstag findet in St. Gallen zum zwölften Mal das Nordklang-Festival statt. Neben Bands aus Ländern wie Schweden und Grönland ist auch eine länderübergreifende Premiere zu hören.
Roger Berhalter
Das dänische Quintett Mads Hansens Kapel bringt mit traditionellem Folk jeden Saal zum Tanzen (Bild: PD)

Das dänische Quintett Mads Hansens Kapel bringt mit traditionellem Folk jeden Saal zum Tanzen (Bild: PD)

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Im kühlen Norden ist St. Gallen ein Hotspot. «Mittlerweile kennt man das Nordklang-Festival in den skandinavischen Ländern», sagt Larissa Bissegger, Präsidentin des Nordklang-Vereins. Seit zwölf Jahren sind jeden Winter Musiker aus dem hohen Norden in St. Gallen zu Gast. Das Nordklang-Festival hat sich in dieser Zeit etabliert und kommt auch bei den Bands gut an. «Sie können sich bei uns ein neues Publikum erschliessen. Zudem ist das Festival familiär, wir sind mit Herzblut dabei, das kommt an», sagt Steffen Wöhrle vom Nordklang-Vorstand.

Auftakt mit Stummfilm

Dieses Wochenende findet das zwölfte Nordklang-Festival statt. Ein gutes Dutzend skandinavische Bands spielen in verschiedenen Lokalen in der Stadt. Auftakt ist morgen Freitag mit einem vertonten Stummfilm im Kinok. Das Trio Shitney spielt um 19 und 21 Uhr live zu «The Outlaw and His Wife», einem schwedischen Film aus dem Jahr 1918. Die drei Musikerinnen lassen dabei ihre synthetischen Klänge und ihre Jazz-Improvisationen mit den Schwarz-Weiss-Bildern verschmelzen.

Der eigentliche Festivaltag ist dann der Samstag, wenn zwischen 20 Uhr und Mitternacht die nordische Musik spielt. Die auftretenden Musiker stammen aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, ja sogar aus Grönland und von den Färöer Inseln. Sie alle treten zum ersten Mal in der Schweiz auf und sind hierzulande kaum bekannt. Aber genau darum geht es: Am Nordklang soll das Publikum nicht klingenden Namen folgen, sondern Neues entdecken. Beim Musikstreaming-Dienst Spotify stellen die Veranstalter eine Nordklang-Playlist zur Verfügung. Zur weiteren Orientierung haben sie alle Bands des Festivals in ein eigenes Schieberegler-System eingepasst. Zwei Beispiele: Die dänische Musikerin MalmØ (20 Uhr, Kellerbühne) klingt gemäss den Schiebereglern eher melancholisch, leise und instrumentell sowie eher traditionell. Das isländische Quartett Sykur (23 Uhr, Grabenhalle) hingegen tönt fröhlich, laut, elektronisch und modern.

Leises in der Kellerbühne, Lautes in der Grabenhalle

Je nach Lautstärke und Stimmung spielen die Bands in einem anderen Lokal: Während im Pfalz- und Hofkeller sowie in der Kellerbühne eher intime, feinere Töne zu hören sind, darf es im Palace und in der Grabenhalle auch einmal laut werden. In der Grabenhalle wird das Nordklang auch ausklingen, mit einem Set des norwegischen DJ Mentzonis ab 1.30 Uhr bis weit in die Nacht.

Ein besonderes Anliegen ist den Veranstaltern jeweils die «Nordklang Session», eine musikalische Verbindung zwischen der Schweiz und Skandinavien. Dieses Jahr haben sie das dänische Quintett Mads Hansens Kapel für eine Zusammenarbeit eingeladen. «Als wir sie an einem Festival live hörten, war uns nach drei Takten klar: Die brauchen wir», schwärmt Steffen Wöhrle. Die Folk-Kappelle wird um 20 Uhr zusammen mit zwei Schweizer Musikern im Pfalzkeller auftreten: Adrian Würsch am Schwyzerörgeli und Christoph Pfändler am Hackbrett. Seit Wochen arbeiten die Musiker länderübergreifend zusammen. «Wir wissen nicht was kommt», sagt Wöhrle. In der Nordklang-Broschüre wird aber empfohlen, schon einmal die Tanzschuhe zu polieren.

www.nordklang.ch

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