Fernwärme für die Kirchgemeinde

Mit ihrem Ja zum Budget 2013 haben die Bernhardzeller Katholiken den Beitritt zum Wärmeverbund Wiborada beschlossen. Dieser soll im Herbst in Betrieb genommen werden.

Johannes Wey
Drucken
Das «Wiborada» unterhält bald einen eigenen Wärmeverbund. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Das «Wiborada» unterhält bald einen eigenen Wärmeverbund. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

BERNHARDZELL. Die Kirchbürgerversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Bernhardzell sagte am Dienstag einstimmig Ja zum Voranschlag 2013 – und damit zur Teilhabe am Wärmeverbund des Alters- und Pflegeheims Wiborada. Denn im Budget sind die rund 75 000 Franken vorgesehen, die nötig sind, um die bestehenden Heizungen im Pfarreizentrum und im Pfarrhaus durch Anschlüsse an das Fernwärmenetz zu ersetzen.

Kein Anschluss für Kirche

Viel Überzeugungsarbeit hatte Richard Widmer, Projektleiter für den Fernwärmeverbund Wiborada, in seinem Kurzvortrag nicht leisten müssen: «Öl ist endlich, wie wir alle auch. Aber Holz wächst nach, der Herrgott hat das gut gemacht.»

Die Kirchbürger standen dem Projekt offen und interessiert gegenüber. Eine Kirchbürgerin wollte wissen, wieso nicht auch die Kirche an den Verbund angeschlossen werde. Dies sei unmöglich, da die Kirche nur zu den Gottesdiensten beheizt werde, dann aber viel Leistung brauche, antwortete Widmer. Die Investition in die Wärmeleitung lohne sich nicht, wenn nicht genügend Energie abgesetzt werden könne.

Pellet-Markt spielt besser

«Ist denn der Preis für die Holzpellets nicht an den Ölpreis gekoppelt?», wollte ein weiterer Kirchbürger wissen. Denn er glaube nicht, dass man damit Heizkosten sparen könne. Hier stimmte Widmer teilweise zu. «Aber mittlerweile gibt es mehr Anbieter, und der Markt spielt besser.» Dies erwarte er auch in Zukunft. Auf die Frage, ob Erweiterungen des Wärmenetzes möglich seien, antwortete Widmer, dass es in der näheren Umgebung des Alters- und Pflegeheims noch Potenzial gebe, dass man sich der Wirtschaftlichkeit halber aber auf einen engen Radius beschränken müsse.

Der Wärmeverbund Wiborada wird den Betrieb laut Richard Widmer im Oktober aufnehmen – selbst wenn der Bau am Alters- und Pflegeheim selbst noch nicht abgeschlossen ist.