FERIENSPASS: Für Zauberer und Schleckmäuler

Drei Wochen lang können sich Kinder aus Wittenbach, Häggenschwil und Muolen wieder beim ­Ferienspass vergnügen. Spitzenreiter sind diesmal die Pfadiangebote, aber auch alles, was mit Essen zu tun hat.

Corinne Allenspach
Drucken
Teilen
Wie vergangenes Jahr können Kinder auch diesmal wieder einen Nachmittag auf dem Bauernhof verbringen. (Bild: PD)

Wie vergangenes Jahr können Kinder auch diesmal wieder einen Nachmittag auf dem Bauernhof verbringen. (Bild: PD)

Corinne Allenspach

corinne.allenspach@tagblatt.ch

Da wäre man am liebsten nochmals Kind. Bereits zum 16. Mal stellen die Organisatoren des ­Ferienspasses Wittenbach-Häggenschwil-Muolen ab nächster Woche wieder ein Programm auf die Beine, das kaum Wünsche ­offen lässt. Von der Nacht im Freibad über Bubble Soccer, Gummibärli herstellen, DJ-Kurs bis zu Kinder-Kung-Fu, Zauberkursen, Sparkässeli bemalen oder T-Shirt drucken ist alles dabei. Insgesamt können die 4- bis 16-Jäh­rigen zwischen 42 Ange­boten auswählen. Die Vielfalt wird geschätzt, wie Hauptorganisatorin Tanja Nef erfreut feststellt. Dieses Jahr habe man etwas mehr Anmeldungen erhalten als 2016: «Bis jetzt haben sich 300 Kinder für circa 730 Kursplätze angemeldet.» Kurzentschlossene können sich weiterhin anmelden.

Spitzenreiter sind gemäss Tanja Nef unter anderem die Pfadi­angebote. Dort können die Kinder beispielsweise Schlumpfine befreien, die entführt wurde. Auf grossen Anklang stösst auch die Freibadnacht. «Das ist etwas, das man sonst nicht machen kann», sagt Tanja Nef. Ausgebucht wie jedes Jahr ist auch ein Klassiker: Gummibärli selber herstellen. Überhaupt seien Angebote mit kulinarischem Inhalt sehr beliebt, stellt Tanja Nef fest, die bereits seit dem zweiten Ferienspass im OK ist. «Wenn es ums Essen geht, sind die Kinder sofort dabei», sagt sie und lacht.

Revierförster bringt neue Ideen ein

Nach dem Rücktritt von Marlies Lorenz aus dem Gemeinderat hat es einen Wechsel gegeben in der Arbeitsgruppe Ferienspass. Neu wirkt dort als Vertreter des Gemeinderats Benjamin Gautschi mit. Er, der beruflich als Revierförster tätig ist, habe «viele läs­sige neue Waldangebote eingebracht», freut sich Tanja Nef. So können die Kinder mit ihm beispielsweise eine Waldhütte bauen oder lernen, wie man einen Baum fällt. Überhaupt sei es schön, zu sehen, wie jedes Jahr neue Anbieter und ­Angebote ­dazukommen. Diesmal können die Kinder zum ersten Mal einem Brieftaubenzüchter über die Schultern schauen oder einem Käser.

Weniger bis gar nicht gefragt sind, wie bereits in den Vorjahren, die Angebote für die Oberstufe. Für den Grundkurs Street-Work-out etwa habe man keine einzige Anmeldung erhalten, sagt Tanja Nef. «Wir wissen wirklich nicht, woran es liegt.» An der diesjährigen Schlusssitzung müsse man entscheiden, wie weiter in diesem Bereich. «Eigentlich fänden wir es schade, wenn wir für Oberstufenschüler nichts anbieten können. Andererseits sind wir seit Jahren enttäuscht, wenn es nicht so läuft.» Mangels Anmeldungen musste auch das Angebot der Schützengesellschaft Wittenbach abgesagt werden.