Feine Noten zum Jubiläum

Der Frauenchor Goldach jubiliert in der evangelischen Kirche Rorschach mit einem feinen Konzert. Die Vielfalt an geistlichen und modernen Liedern begeistert.

Rudolf Käser
Merken
Drucken
Teilen
Der Frauenchor Goldach begeisterte mit einem souveränen Auftritt. (Bild: Rudolf Käser)

Der Frauenchor Goldach begeisterte mit einem souveränen Auftritt. (Bild: Rudolf Käser)

GOLDACH. So schön tönt ein Frauenchor. Die Goldacherinnen gaben auf der Empore und im Kirchenparterre eine breite Vielfalt an gesanglichen Leckerbissen zum besten. Die Musikschule Rorschach-Rorschacherberg lockerte mit rockig-poppigen Klängen auf und begleitete den Frauenchor bei einigen Liedern. Einen Höhepunkt bildete der Sologesang der elfjährigen Alexandra Netter.

Innere Ruhe mit Kyrie

Mit dem Prädikat «sehr gut» kehrte der Frauenchor im vergangenen Mai vom kantonalen Gesangsfest in Marbach-Rebstein nach Hause zurück. Diese Auszeichnung bestätigten die Sängerinnen unter der souveränen Leitung von Roland Diezi in jeder Phase. Der Chor sang auf der ganzen Linie überzeugend. Er begann mit dem feierlichen, erhabenen Kyrie. Es schien, als ob Engelsstimmen von der Empore herunterjubilierten. Bei weiteren geistlichen Werken, darunter «Signore delle Cime», begaben sich die Sängerinnen auf den Gipfel ihres Könnens. «Das sind Werke, welche innere Ruhe vermitteln sollen», sagte Roland Diezi. In der Tat ist das dem Frauenchor gelungen. Denn die Vorträge auf der Empore gingen unter die Haut. Erreicht wurde auch das Ziel des Dirigenten, die anspruchsvolle Literatur sprachlich ansprechend zu singen.

Von Abba bis Frank Sinatra

Im zweiten Teil begab sich der Chor auf rockig-poppiges Parkett. Nachdem die Musikschule mit einem Intermezzo in rockig-jazzigen Klängen in jugendlichere Stilrichtungen hinüberschwenkte, folgte der Chor ebenfalls mit jugendlicher Frische. Das Pop-Stück «Barbar'Ann» von den Beach Boys fand besonderen Anklang beim Publikum. Abba, Rosenstolz, Frank Sinatra oder zum Abschluss das südamerikanische Lied «Latin Eyes» vervollständigten das breite Spektrum, welches der Frauenchor vortrug. Ziel des Jubiläumskonzerts sei es gewesen, dass sowohl der Geschmack der älteren und jüngeren Sängerinnen als auch die breiten Wünsche des Publikums abgedeckt werden, sagte Präsidentin Karin Graf über die Liederwahl.

Brillante Soloeinlagen

Junges Blut offenbarte sich dem begeisterten Publikum mit der elfjährigen Nachwuchssängerin Alexandra Netter. Ihre brillanten Soloeinlagen entzückten.

Und junges Blut wünscht sich auch der Frauenchor. Zwar leidet er nicht an Überalterung. «Wir brauchen trotzdem jüngere Sängerinnen, die sich insbesondere für moderne Gesangsrichtungen begeistern», sagte Roland Diezi.