Feine Eingriffe bevorzugt

GOSSAU. In rund zwei Wochen wird über die Sanierung des Oberstufenzentrums Rosenau in Gossau abgestimmt. Die Flig setzt sich dafür ein – und wollte am Samstag weitere Interessierte davon überzeugen.

Manuela Bruhin
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Das Oberstufenzentrum Rosenau hat bereits einige Jahre auf dem Buckel – 1972 wurde der Bau eingeweiht. Die Anlage soll nun saniert und erweitert werden. Am 15. November wird darüber abgestimmt. Die Flig unterstützt das Vorhaben. Aus diesem Grund lud die Partei vergangenen Samstag Interessierte zu einem Rundgang ein. Ivan Furlan, Leiter des Hochbauamts, sowie Stadtrat Stefan Lenherr erklärten vor Ort die Notwendigkeit der Sanierung. «Uns ist es wichtig, dass es kein neues Schulhaus geben wird», führte Furlan vor den Anwesenden aus. Vielmehr sollte sich die Sanierung und Erweiterung ruhig und harmonisch ins Bild fügen.

Gleich grosse Räume

Während das Untergeschoss von einer Sanierung weitestgehend unberührt bleibt, erfährt das Erdgeschoss eine Renovierung im energetischen Bereich. Man wolle so wenig wie möglich in die Bausubstanz und die Struktur eingreifen – denn diese seien auch nach all den Jahren noch gut. Hingegen sollen die Gangbereiche eine andere Bedeutung erhalten. «Es soll möglich sein, künftig den Unterricht auch einmal nach aussen verlegen zu können», so Furlan weiter. Die Hauswartwohnung wird zurückgebaut, dafür entsteht ein grosses Zimmer. Dieses soll nach Bedarf auch unterteilt werden können. Grundsätzlich sollen künftig alle Räume gleich gross gehalten werden, sowohl Klassenzimmer als auch Gruppenräume. Lediglich in der technischen Infrastruktur unterscheiden sie sich.

Heute bietet das Oberstufenzentrum Rosenau Platz für 14 Schulklassen - künftig wird mit einer Grösse von 18 Klassen gerechnet. Im zweiten Obergeschoss soll deshalb das Gebäudevolumen erweitert werden. Nebst technischen Infrastrukturen werden auch die Sanitär- und Elektroanlagen saniert. «Die jetzige Raumstimmung im Schulhaus ist eher düster», führte Furlan aus. «Wir wollen deshalb mehr natürliches Licht hereinbringen.»

Eineinhalb Jahre Bauzeit

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung belaufen sich auf rund zehn Millionen Franken. Während der Bauzeit von rund eineinhalb Jahren müsste der Unterricht vollständig in andere Schulhäuser und Container verlegt werden. Legen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein Ja in die Urne, könnte mit dem Bau im Sommer 2017 begonnen werden.

Die Verantwortlichen sind nach wie vor vom Projekt überzeugt, wie Furlan erklärte: «Wir haben das Optimum an Kostennutzen herausgeholt. Sowohl Schüler als auch Lehrpersonen sollen sich nach der Sanierung hier wohl fühlen.»