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Feiern und staunen beim Abwasser

Wie die ARA Altenrhein 50 Jahre nach der Gründung des Verbandes das Abwasser aus 15 Gemeinden reinigt, sehen Einwohner und Partner am Tag der offenen Tür. Der Anlass findet grosses Interesse.
Fritz Bichsel
Der Tag der offenen Tür in der ARA erlaubte auch den spektakulären Blick vom Hauptgebäude auf die gesamte Kläranlage. (Bilder: Christof Sonderegger)

Der Tag der offenen Tür in der ARA erlaubte auch den spektakulären Blick vom Hauptgebäude auf die gesamte Kläranlage. (Bilder: Christof Sonderegger)

Fritz Bichsel

redaktionot@tagblatt.ch

Die ARA öffnet ihre Türen, und sofort strömen Scharen herein – von jungen Familien mit Kindern bis zu Senioren. Nach dem Rundgang drücken Besucher Staunen aus. Zuerst über das Ausmass. Auch wenn viele auf dem Weg am Alten Rhein schon vorbeikamen: So gross und vielgestaltig hatten sie sich die ARA nicht vorgestellt. Dasselbe gilt für die vielen Schritte von mechanischer über biologische bis zu chemischer Reinigung des Abwassers in jeweils mehrstufigen oder unterschiedlichen Verfahren. Und was dabei alles verwertet wird, von Gas über zurückgewonnene Rohstoffe bis zum getrockneten Schlamm als Brennstoff. Staunen kann man auch, wie die Mitarbeiter den Rundgang anlegten: Die Besucherscharen kommen sicher an mechanischen Ungetümen und riesigen Becken vorbei, auf Türme oder durchs Leitungslabyrinth und doch so nah, dass sie den ganzen Ablauf sehen.

Der Verband wirkt für 15 St. Galler und Appenzeller Gemeinden am und über dem See und dem Alten Rhein sowie an der Goldach, mit 60000 Einwohnern und vielen Unternehmen, betreibt auch ein 300 Kilometer langes Kanalnetz mit Hunderten von Bauten. Er beschäftigt dafür nur 20 Leute und arbeitet mit vielen Partnern zusammen. So füllt sich das Festzelt bereits für die Jubiläumsfeier, durch die Verwaltungsrat Beat Hirs führt. Rück- und Ausblick durch den heutigen Verbandspräsidenten Robert Raths und seinen Vorgänger Werner Meier sowie die Vorstellung des Buchs zu Entstehung und Entwicklung des Verbandes (Ausgabe vom 25. April) durch Autor Urs Keller zeigen: In unserer Region vollzog sich ein Wandel von massiver Gewässerverschmutzung zu vorbildlicher Abwasserreinigung. Unter Leitung seiner bisher nur zwei Geschäftsführer – 40 Jahre lang der Goldacher Urs Keller, seit 10 Jahren der Horner Christoph Egli – war der Abwasserverband Altenrhein dabei immer wieder ein Pionier für neue Verfahren und in der Forschung. Aktuell gilt das für Aufbau einer vierten Reinigungsstufe zur Elimination von Mikrovereinigungen, Rückgewinnung von Phosphor und Weiteres bis hin zum Versuch mit einer Fischfarm.

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