Feiern trotz Sommerferien

Musik, Lampions und eine Festrede: Wittenbach feierte den 1. August am Donnerstag mit einer traditionellen Bundesfeier. Mit dabei waren ein Regierungsrat sowie Gäste aus dem Süden.

Stefan Feuerstein
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Hoher Gast im vollen Zelt: Regierungsrat Benedikt Würth hielt am Donnerstag die Festrede an der Bundesfeier in Wittenbach. (Bild: Hanspeter Schiess)

Hoher Gast im vollen Zelt: Regierungsrat Benedikt Würth hielt am Donnerstag die Festrede an der Bundesfeier in Wittenbach. (Bild: Hanspeter Schiess)

WITTENBACH. Das Festzelt auf dem Zentrumsplatz Oedenhof war mit rund 450 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Bundesfeier am Donnerstag um 20 Uhr mit einem Konzert der Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach eröffnet wurde. Dem Publikum gefiel, was ihm geboten wurde: Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die gross und klein sichtlich genossen. «Das wichtigste an unserer Bundesfeier ist, dass die Leute zusammenkommen und gemeinsam ein schönes Fest geniessen», erklärte Marlies Lorenz, die als Gemeinderätin und Mitglied der Kulturkommission die Organisation des Anlasses leitete. «Die Durchmischung des Publikums finde ich dieses Jahr einfach grandios. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute trotz Sommerferien an unserem Fest teilnehmen.» Im Publikum sassen aber nicht nur Wittenbacher, sondern auch Bürger der Partnergemeinden, die zur Bundesfeier eingeladen waren. Fiorenzo Daldini, Präsident der Gemeinde Selma im Calancatal, zeigte sich sehr angetan von der gelebten Freundlichkeit und der kollegialen Stimmung.

Konkurrenz und Kooperation

Gemäss Lorenz wurde für die Bundesfeier als Traditionsanlass auch in diesem Jahr wieder auf das bewährte Programm gesetzt. Neben Musik bedeutete dies insbesondere, dass mit dem St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth auch ein Festredner Worte an die Gemeinschaft richtete. Er ging auf verschiedene positive Standortfaktoren ein, erwähnte jedoch auch einige Herausforderungen, mit welchen sich die Schweiz derzeit konfrontiert sehe. So schwärmte er beispielsweise von den effizienten ÖV-Verbindungen, die ihn von Rapperswil nach Wittenbach geführt hätten, kritisierte andererseits jedoch die Kleinräumigkeit und den Krämergeist, von welchen manche politische Diskussion geprägt sei. «An der Schwelle zum Bundesfeiertag steht auch unser Land im Spannungsfeld von Konkurrenz und Kooperation – und zwar im Innen- wie auch im Aussenverhältnis», so Würth. Er wünsche sich, dass die Schweizer nach den Prinzipien der Genossenschaft handelten: Eigenverantwortung, gemeinsames Engagement und gegenseitige Rücksichtnahme. Er forderte die Anwesenden dazu auf, diesen Werten Sorge zu tragen und zu schauen, dass auch künftige Generationen in Wohlstand und Sicherheit leben könnten.

Highlight für die Kleinen

Im Anschluss an die Festrede folgte für die kleineren Besucher das Highlight des Abends. Gemeinsam zogen die Kinder mit ihren Lampions durchs Dorf. Kaum zurück von diesem kleinen Ausflug, wurden die Nationalhymne angestimmt sowie grosse Vulkane entzündet. Nach diesem festlichen Akt hielt die gute Stimmung weiter an, die Wittenbacher Bundesfeier dauerte schliesslich bis in die Nacht hinein. Nicht zuletzt bedeutete dies auch für die Wittenbacher Feuerwehr viel Arbeit. Sie musste zwar glücklicherweise keine Feuer löschen, die Mitglieder des Feuerwehrvereins waren jedoch für die Gastronomie zuständig.

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