Fehlalarm in St.Gallen: Sirenen werden stumm gestellt

ST.GALLEN. Nach den Sirenen-Fehlalarmen in der Nacht von Montag auf Dienstag in der Stadt St.Gallen ergreift das kantonale Amt für Militär und Zivilschutz mehrere Massnahmen: Unter anderem trennt es die Lautsprecher von den Steuergeräten der Sirenen.

Janique Weder
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Diese Sirene an der Rorschacherstrasse 107 hat am 23. Juni die Anwohner aus dem Schlaf gerissen. (Bild: Google Street View)

Diese Sirene an der Rorschacherstrasse 107 hat am 23. Juni die Anwohner aus dem Schlaf gerissen. (Bild: Google Street View)

"Wie es zu den Fehlalarmen kommen konnte, ist immer noch unklar", sagt Peter Müller, Leiter Zivilschutz beim kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz. Deshalb treffe man nun verschiedene Vorkehrungen: So wurde das Steuergerät der betroffenen Sirene an der Rorschacher Strasse am Dienstag bereits ersetzt. Parallel dazu werden laut Müller alle anderen Steuergeräte bei jenen Sirenen ersetzt, die seit Frühling 2015 im Einsatz stehen. Es handle sich dabei um 33 weitere Stationen in der Stadt St.Gallen und Umgebung. "Diese Sirenen stammen aus derselben Produkteserie wie jene, bei denen die Fehlalarme losgingen", sagt Müller.

Normalbetrieb bis Ende Woche?
Zudem werden die Lautsprecher von den Steuergeräten getrennt. "So kann kein Alarm mehr raus", sagt Müller. Allfällige weitere Fehlalarme können aber trotzdem registriert werden. Eine Entkoppelung der Lautsprecher von den Steuergeräten bedeutet aber auch, dass eine Alarmierung der Bevölkerung im Ernstfall nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb, sagt Müller, stellt die Stadt für diese Zeit die Alarmierung mit mobilen Sirenen sowie per Handauslösung sicher. "Wir hoffen, das Problem bis Ende dieser Woche gefunden zu haben und dann wieder auf Normalbetrieb umschalten zu können", sagt Müller.