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Fegt bald «Putzi McPutzface» die Stadt?

Bevölkerung tauft Reinigungsmaschine

Wenn Behörden die Bevölkerung zur kreativen Namensfindung aufrufen, kommt’s meistens nicht so, wie es sich die Marketingexperten hinter der Idee vorstellten. Man erinnere sich an den Fall eines britischen Forschungsschiffs. Der zuständige Forschungsrat hatte 2016 dazu aufgerufen, Namensvorschläge für den Kahn einzureichen und danach in einer Online-Abstimmung den besten Namen zu küren. Mit über 125 000 Stimmen obsiegte schliesslich der Witzvorschlag «RSS Boaty McBoatface». Das war den Verantwortlichen dann aber doch zu gewagt: Sie benannten das Schiff – trotz des Abstimmungsresultats – nach einem britischen Tierfilmer «RSS Sir David Attenborough». Der Vorgang zog sogar eine parlamentarische Untersuchung nach sich.

Nun lanciert die Stadt St. Gallen ihren eigenen Namenswettbewerb. Seit einigen Tagen sucht sie online nach einem Namen für ein neues, elektrisches Reinigungsfahrzeug. Mit dem Mobil spart die Stadt gemäss eigenen Angaben rund 7800 Liter Diesel pro Jahr. Das soll gebührend gefeiert werden – und zwar mit einem passenden Namen aus der Bevölkerung. Dem Gewinner des Namenswettbewerbs winken ein Einkaufsgutschein über 150 Franken und die Teilnahme an der Jungfernfahrt des Reinigungsmobils. Die einzigen Anforderungen an den Namen: Er muss kurz, treffend und deutschsprachig sein.

Die Ideengeber auf Facebook scheint das wenig zu kümmern. Und so dauerte es nicht lange, bis ein User den Vorschlag «Putzi McPutzface» ins Spiel brachte. Das ist zwar weder deutsch noch kurz oder prägnant, aber allemal originell. Und dabei blieb es nicht: Von «Möp Möp» über «Reiner» bis hin zu «Sauberwisch 3000» halten die Facebook-Kommentatoren nicht mit kreativen Vorschlägen zurück. Dutzende Vorschläge binnen weniger Stunden bewogen die Stadt dann dazu, auf das offizielle Formular auf der Stadthomepage hinzuweisen. Nur Namensideen, die über diesen Kanal eingehen, werden nämlich berücksichtigt.

Noch etwas scheint die Stadt vom britischen Taufdebakel gelernt zu haben: Ein Online-Voting gibt es nicht, die Beamten bestimmen den Gewinner selbst. Das ändert aber nichts daran, dass in den sozialen Medien schon dazu aufgerufen wird, «Putzi McPutzface» in Serie einzureichen. (ghi)

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