FDP wirbt für Wolfgang Giella, SVP hofft auf CVP-Stimmen

Leserbriefe

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Die Aussagen, Wolfgang Giella sei links ausgerichtet und nur hinsichtlich seiner Kandidatur aus der SP Chur ausgetreten, sind falsch. Tatsächlich politisiert er wirtschaftsfreundlich und bürgerlich. Wer Wolfgang Giella wirklich zuhört, stellt dies fest. Er denkt innovativ und ist in der Lage, den Wirtschaftsstandort Gossau zu stärken. Zwei wichtige Entscheidungen bezüglich Wolfgang Giella müssen beachtet werden. Erstens haben sich die Mitglieder der FDP Gossau-Arnegg für die Unterstützung Wolfgang Giellas entschieden. Zweitens wurde seine Kandidatur in der breitabgestützten Findungskommission einstimmig beschlossen. Sowohl die Kommissionsmitglieder der FDP als auch der SVP haben sich für ihn ausgesprochen. Beides zeigt, dass er eben nicht links, sondern in der Mitte politisiert, ansonsten wäre es nicht zu diesen Entscheiden gekommen.

Die FDP Gossau-Arnegg hat mit der Einberufung einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung bewiesen, dass sie basis­demokratisch und liberal Entscheide fällt. Dieses Vorgehen steht im Gegensatz zu anderen Parteien und Vereinen, die ihre Unterstützung nur aufgrund von Vorstandsentscheiden beschliessen. Gleichzeitig wird der FDP vorgeworfen, nicht liberal zu sein und parteipolitische Machtspiele zu betreiben. Das ist Unsinn! Aus den genannten Gründen unterstütze ich Wolfgang Giella.

Andrin Fröhlich, designierter Präsident FDP Gossau-Arnegg, Jägerweg 3, 9200 Gossau

Im «Tagblatt» vom 4. Oktober sagt Elmar Hardegger, Präsident der CVP Gossau-Arnegg, dass er auf die Basis der SVP-Wählerschaft hofft, die ihren Kandidaten unterstützen wird. Ich kann nicht für die gesamte SVP-Wählerschaft sprechen, aber ich bin fest überzeugt, dass der grösste Anteil der SVP den Churer Kandidaten nicht wählen wird. Auch ich werde ihn nicht wählen.

Mit der SVP-Kandidatin Claudia Martin stellt sich eine junge, aktiv im Leben stehende Person für das Amt als Stadträtin zur Wahl. Acht Jahre Mitglied Stadtparlament, Präsidentin Stadtparlament, sieben Jahre Fraktionspräsidentin, Vorstandsmitglied Hauseigentümerverband (HEV) Kanton St. Gallen und ab 2013 Kantonsrätin ist sie bestens vernetzt. Dank ihrem erfolgreichen beruflichen Werdegang und ihrer politischen Erfahrung ist sie bereit, Brücken zu bauen und die weitere Zukunft von Jung und Alt in Gossau-Arnegg mitzugestalten.

Die CVP hat sich für die Wahl von Claudia Martin in den Stadtrat ausgesprochen. Ich zähle daher auf die CVP-Basis und bitte sie, den Generationenwechsel auch im Stadtrat zu vollziehen und Claudia Martin ihre Stimme zu geben. Ich danke Ihnen ganz herzlich.

Roland Seiler

Lerchenstrasse 33, 9200 Gossau

Angespannte Finanzen brauchen eine klare Führung. Es ist kein Geheimnis mehr, die Finanzen der Stadt Gossau steuern vor allem in eine Richtung: abwärts. Dabei ist nicht nur das neue Rechnungslegungsmodell «schuld» («Tagblatt» vom 6. November), sondern auch die anstehenden Aufgaben und Investitionen nagen an den monetären Reserven. Grosse, anstehende Projekte sind nötig, aber müssen finanziert werden. Die Fremdverschuldung ist Tatsache, muss aber mit Mass betrieben werden. Das alles mündet in der Erkenntnis, dass es vor allem die finanziellen Herausforderungen sind, die die Stadt Gossau in den nächsten Jahren angehen muss. Hier möchte ich einen Stadtpräsidenten, der notabene in seinem Amt auch «Finanzminister» ist, der eine straffe, finanzielle Führung aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Hintergrundes in der Tiefe kennt. Daniel Lehmann bringt diese nicht nur theoretisch mit, sondern hat mit der langjährigen Führung eines Unternehmens bewiesen, dass seine Kompetenz Wirkung zeigt. Unter anderem ist das ein rein fachlicher Grund mehr, auf ihn zu setzen. Daniel Lehmann erhält darum meine Stimme.

Florin Scherrer, Präsident der Geschäftsprüfungskommission Stadt Gossau, Mult 134, 9200 Gossau