FDP-Tagung im Zeichen der Energiepolitik

EBNAT-KAPPEL. Nach Fukushima brauche die St. Galler FDP ihre Position nicht grundlegend zu ändern, sagte Marc Mächler, Parteipräsident der FDP des Kantons St. Gallen, an der Toggenburger Tagung unter Verweis auf die im Sommer 2010 bekräftigten drei Kernthemen der Partei.

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EBNAT-KAPPEL. Nach Fukushima brauche die St. Galler FDP ihre Position nicht grundlegend zu ändern, sagte Marc Mächler, Parteipräsident der FDP des Kantons St. Gallen, an der Toggenburger Tagung unter Verweis auf die im Sommer 2010 bekräftigten drei Kernthemen der Partei. «Energie sichern und effizienter nutzen ist eines der Ziele, das wir verfolgen. Die langfristige Sicherung der Stromversorgung im Inland sowie die Förderung von umweltgerechtem Handeln mittels gezielter Anreize sind die Kernbotschaften des St. Galler Freisinns.»

Alternative Energien müssten künftig verstärkt gefördert werden. «Die FDP ist hier glaubwürdig», verwies Mächler auf das Geothermieprojekt in der Stadt St. Gallen. Dieses sei insbesondere von freisinnigen Exponenten lanciert worden und werde nun umgesetzt.

Griffiges Energiekonzept

Marcel Sturzenegger, Leiter des Bereichs Energie beim Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen, stellte die Leitlinien und Schwerpunkte der kantonalen Energiepolitik vor. Schlüsselbegriffe sind die Steigerung der Energieeffizienz und die vermehrte Förderung erneuerbarer Energien. Um die gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, bedürfe es eines griffigen Instrumentenmix. Dazu gehöre nebst dem Energiegesetz und der Verfügbarkeit von finanziellen Anreizsystemen – etwa dem 2010 lancierten Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen – auch die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.

Energie aus der Region

Praxisbeispiele aus dem Bereich der erneuerbaren Energien bildeten den Schwerpunkt des zweiten Teils der Tagung. Seit 2009 verfolgt der Verein «energietal Toggenburg» die Vision, alle benötigte Energie aus der Region zu gewinnen. Bis in 25 Jahren soll so viel Energie produziert werden, wie durch die Bevölkerung verbraucht wird. Parallel dazu möchte man bis zum Jahr 2059 das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft erreicht haben. FDP-Kantonsrat Stefan Britschgi betreibt gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern die rhy Biogas AG in Widnau. Beim Start des Projekts im Dezember 2007 handelte es sich um die erste landwirtschaftliche Anlage der Schweiz, welche Biogas ins Erdgasnetz einspeiste. (red.)