FDP steigt mit Mächler in die Regierungswahlen

WITTENBACH. Marc Mächler hat nicht lange Verstecken gespielt und früh sein Interesse an einer Kandidatur für die nächsten St.?Galler Regierungswahlen angekündigt. Damit war ein wichtiger Vorentscheid – wenn nicht gar der Entscheid – gefallen. Das Feld für weitere Kandidaturen war zwar weiterhin offen, doch Hand aufs Herz: Wer mag gegen den eigenen Parteipräsidenten antreten?

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Marc Mächler (Bild: pd)

Marc Mächler (Bild: pd)

So war die offizielle Nomination Mächlers durch die Delegierten am Mittwochbend in Wittenbach nicht viel mehr als eine Formsache.

Finanzspezialist
Mächler ist Zuzwiler. Wenige Kilometer weiter westlich wohnt FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Ob ihm die Wilerin den Weg vorgezeichnet hat – Parteipräsidium, Pfalz, Bern? Reine Spekulation. Gewiss ist dagegen: Mächler ist 45jährig, dreifacher Familienvater und Banker. Er leitet seit zehn Jahren die St.Galler FDP und gehört seit 15 Jahren dem Kantonsparlament an.

An der Delegiertenversammlung wurde Mächlers klares und analytisches Denken hervorgehoben. Mit seiner «ausgeglichenen, sachlichen Art» habe er sich Achtung und Respekt über die Parteigrenze hinaus verschafft.

Klöti: Noch eine Legislatur
Die Freisinnigen haben einen freien Sitz in der Regierung zu verteidigen – dies, nachdem Bauchef Willi Haag im Sommer angekündigt hatte, bei den nächsten Wahlen nicht mehr anzutreten. Kultur- und Gesellschaftsminister Martin Klöti dagegen würde gerne nochmals vier Jahre regieren – danach sei Schluss, lässt der 61-Jährige bereits heute mit Blick auf das Jahr 2020 wissen. (rw)