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FC ST.GALLEN - FC BASEL: Strafbefehle für FCB-Randalierer

Im März 2015 fand in St.Gallen das Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel statt. Nach dem Spiel kam es beim Stadion und beim Bahnhof Winkeln zu Ausschreitungen. Nun veröffentlicht die Polizei die Resultate der Öffentlichkeitsfahndung: Sie erlässt insgesamt sechs Strafbefehle.
Schon im Stadion war die Stimmung am 15. März geladen. Nach dem Match kam es zu Ausschreitungen zwischen FCB-Fans und der Polizei. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Schon im Stadion war die Stimmung am 15. März geladen. Nach dem Match kam es zu Ausschreitungen zwischen FCB-Fans und der Polizei. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

ST.GALLEN. Es war ein schöner Match, aber ein weniger schönes Nachspiel: Am 15. März 2015 kam es nach dem Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel zu einer Eskalation zwischen Fans aus Basel und der Polizei beim Stadion und beim Bahnhof Winkeln. Anhänger des FC Basel vermummten sich und überstiegen Absperrungen. Beim Bahnhof Winkeln bewarfen sie Polizisten mit Schottersteinen. Dabei wurden fünf Polizisten leicht verletzt. Ferner kam es zu Sachschäden von mehr als 10'000 Franken an Gebäuden und Fahrzeugen.

Die Stadtpolizei St.Gallen nahm daraufhin die Fahndung auf und wertete Videoaufnahmen aus. Sie konnte in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Stadt zwei Männer ermitteln. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen sanktionierte die beiden Beschuldigten mit bedingten Geldstrafen in der Höhe von 120 Tagessätzen zu 40 Franken und 150 Tagessätzen zu 70 Franken. Ferner erhielten die beiden Bussen in der Höhe von 600 und 800 Franken.

Auftrag für Öffentlichkeitsfahndung
Zehn Männer konnten vorerst nicht identifiziert werden. Deshalb beauftragte die Staatsanwaltschaft die Kantonspolizei St.Gallen, nach diesen zehn Männern öffentlich zu suchen. Die Kantonspolizei St.Gallen veröffentlichte vergangenen September verpixelte Bilder der Gesuchten. Nachdem sich zwei Personen selber meldeten und eine dritte Person eine anonyme Beschwerde gegen die Veröffentlichung eines Bildes erhob, publizierte die Kantonspolizei St.Gallen die unverpixelten Bilder von sieben Männern. Die anonyme Beschwerde wurde von der Anklagekammer des Kantons St.Gallen abgelehnt, der Beschwerdeführer meldete sich in der ihm angesetzten Frist.

Erfolgreiche Ermittlungen
Von den ursprünglich zehn mittels Öffentlichkeitsfahndung gesuchten Männern, konnten acht Personen identifiziert werden. Zwei Personen konnten nicht ermittelt werden. Diese Verfahren gegen Unbekannt wurden sistiert. Drei Personen haben sich selbst gemeldet. Die restlichen fünf Personen konnten aufgrund von Hinweisen durch die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen erliess daraufhin insgesamt sechs Strafbefehle. Die nicht vorbestraften Beschuldigten wurden unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, qualifizierter Sachbeschädigung, der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen sowie Widerhandlung gegen das Vermummungsverbot zu bedingten Geldstrafen von 3‘600 bis 10‘800 Franken und Bussen zwischen 800 und 1‘500 Franken verurteilt. Zwei Verfahren wurden an andere Kantone abgetreten. Sämtliche Strafbefehle sind mittlerweile rechtskräftig. Die Stadtpolizei St.Gallen prüft derzeit noch die Verhängung von Rayonverboten gegen diese Personen. Der FC St.Gallen sprach Stadionverbote aus. (kapo/jmw)



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