FC-Besa-Sportchef blieb cool und ist stolz

Die Nationalmannschaft Albaniens hat es an der Europameisterschaft mit drei Punkten aus drei Spielen und einem Verhältnis von 1:3 Toren auf den dritten Platz der Gruppe A geschafft. Der 28jährige Robert Frrokaj ist mit dem Abschneiden der Albaner sehr zufrieden.

Daniel Wirth
Drucken
Teilen
Robert Frrokaj Sanitärinstallateur, 28, Albaner (Bild: pd)

Robert Frrokaj Sanitärinstallateur, 28, Albaner (Bild: pd)

Die Nationalmannschaft Albaniens hat es an der Europameisterschaft mit drei Punkten aus drei Spielen und einem Verhältnis von 1:3 Toren auf den dritten Platz der Gruppe A geschafft. Der 28jährige Robert Frrokaj ist mit dem Abschneiden der Albaner sehr zufrieden. Und stolz auf die Mannschaft, die nach seinem Ermessen mit etwas Glück bei ihrer ersten Teilnahme an einem grossen Turnier sogar den Einzug in den Achtelfinal schaffen kann. Stolz ist der Sanitärinstallateur auch auf die albanischen Fans, die sich in Frankreich bisher fair und anständig waren.

Robert Frrokaj kam 1995 im Alter von sieben Jahren aus Albanien in die Schweiz. Seine Eltern und seine drei Brüder wohnen wie er in der Stadt oder der Region St. Gallen. Robert Frrokaj ist Fussballfan. Vater Gasper auch. Der gründete vor rund 25 Jahren zusammen mit albanischen Freunden den FC Besa. Der Verein trägt seine Heimspiele im Espenmoos aus. In dieser Saison gelang dem Fanionteam der Aufstieg in die 3. Liga. Robert Frrokaj hat mit dem Fussballspielen aufgehört; er ist heute Sportchef beim FC Besa. Die drei Spiele der Fussballnationalmannschaft Albaniens hat er sich zu Hause angeschaut. Wichtige Spiele geniesse er lieber in Ruhe und in einer kleinen Runde als bei einem lauten Public Viewing.

Robert Frrokaj fühlt sich wohl in der Stadt St. Gallen. Nach Möglichkeit reist er dennoch jedes Jahr mindestens einmal in die Heimat. Um die Grosseltern zu besuchen. An Albanien liebe er das Meer. «Und die Wärme», sagt Frrokaj. Die Sonne fehle ihm im Moment sehr hier.

Das Spiel zwischen Albanien und der Schweiz wurde vor dem Anpfiff in den Medien zu einer besonderen Partie hochstilisiert, weil viele albanischstämmige Spieler in den Reihen der Schweiz spielen. Es wurde mit Emotionen angeheizt. Doch Robert Frrokaj liess das ziemlich cool. Spieler wie Xhaka und Behrami seien hier aufgewachsen und spielten darum für die Schweiz. Das sei doch absolut verständlich und auch okay so, sagt der FC-Besa-Sportchef.

Bild: Daniel Wirth

Bild: Daniel Wirth