«Faszination und Leidenschaft für die Bildung»

RORSCHACHERBERG. Seit diesem Jahr arbeitet Rorschacherberg als Einheitsgemeinde. Die Schulen werden neu durch eine vom Gemeinderat formierte Bildungskommission geführt. Gestern mittag haben sich die fünf stimmberechtigten Mitglieder dem Lehrpersonal vorgestellt.

Janique Weder
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Die Rorschacherberger Bildungskommission: Andreas Hochstrasser, Susanne Bosshart, Enrik Hippmann, Silvia Kühne und Markus Fässler (von links). (Bild: Janique Weder)

Die Rorschacherberger Bildungskommission: Andreas Hochstrasser, Susanne Bosshart, Enrik Hippmann, Silvia Kühne und Markus Fässler (von links). (Bild: Janique Weder)

Gemeinderat Enrik Hippmann, Mitglied der Bildungskommission, hat für die Präsentation eigens eine Sanduhr mitgenommen. Seine Rede solle nur zwei Minuten dauern, «des knappen Zeitbudgets wegen». Es folgen einige Infos zu Hippmann – «Ich habe keine Berührungsängste, bin Networker, nehme gerne extreme Positionen ein.» Dann steht fest: Der Gemeinderat konnte das Budget einhalten.

Reden als wichtigstes Ziel

Das Lehrpersonal der Rorschacherberger Schulen hat sich gestern mittag in der Aula der Sekundarschule Steig getroffen, um die für die Amtsdauer 2013/16 eingesetzte Bildungskommission kennenzulernen. Konkret sind dies Schulpräsident und Gemeinderat Markus Fässler, Gemeinderat Enrik Hippmann und seine Kollegin Silvia Kühne sowie die Bildungsexperten Susanne Bosshart und Andreas Hochstrasser. Weiter nehmen Schulsekretär Felix Rothenberger, Schulleiter-Vertreter Matthias Haas sowie Sabine Theiler als Vertreterin des Lehrpersonals in der Kommission eine beratende Funktion ein.

«Eine offene, wertschätzende Kommunikation zwischen Bildungskommission und Lehrpersonal» wünscht sich Markus Fässler. Die Kommission sei kein abstraktes Gebilde, sondern wolle sich aktiv in der Schule zeigen. Ziel sei es demnach, jede Lehrperson in Rorschacherberg mindestens einmal in den kommenden vier Jahren zu besuchen. Das Ganze soll laut Fässler ungezwungen sein: «Wir werden niemanden beurteilen.» Kommunikation als wichtiges Stichwort – noch wichtiger ist laut Silvia Kühne aber «Faszination und Leidenschaft für die Bildung». Das Thema Schule habe die ausgebildete Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin stets begleitet. In den letzten vier Jahren war Silvia Kühne ausschliesslich als Gemeinderätin tätig. Den schulischen Aspekt habe sie vermisst. «Der Lehrerberuf fasziniert mich einfach.» Von Faszination und Leidenschaft spricht auch Susanne Bosshart, Dozentin an der pädagogischen Hochschule St. Gallen. Dies brauche es, um zu wissen, «wie wir das Schiff Schule sicher steuern können».

Informatik in der ersten Klasse?

Die Aufgaben der Bildungskommission werden vorwiegend strategischer Natur sein. «Es gilt, die Trends im Schulbereich zu erkennen», sagt Markus Fässler. Als nächstes werde die Kommission abklären, ab wann Informatik-unterricht sinnvoll sei.