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FASTENZEIT: Teil des Wandels werden

Im Rahmen einer ökumenischen Kampagne will die Katholische Kirche Rorschach auf die dringend benötigten Investitionen in erneuerbare Energien hinweisen.
Daniela Huber-Mühleis

Daniela Huber-Mühleis

redaktionot@tagblatt.ch

Die Klima-Allianz, zu der auch Brot für alle und Fastenopfer gehören, will mit ihrer Kampagne auf den dringenden Vollzug der Desinvestition aufmerksam machen. So sollen Kapitalanlagen aus unethischen Bereichen abgezogen werden. Ziel ist es, Investitionen in fossile Energien wie Kohle, Erdgas oder Erdöl zu beenden. «Wichtig ist, dass in Zukunft die Geldmittel für nachhaltige Projekte verausgabt werden wie zum Beispiel für erneuerbare Energien oder zur Unterstützung des biologischen Agrarwesens», sagt Adriana Fässler, Religionspädagogin aus Rorschach. Die Organisatoren der Kampagne sind überzeugt, dass jede und jeder einzelne Teil des Wandels werden kann.

Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein wollen mit ihrem diesjährigen Vorstoss auf diese grosse Problematik aufmerksam machen. «Findet ein Wandel nicht statt, beraubt sich die Menschheit ihrer Lebensgrundlage», sagen die Initianten. Zurzeit wird sogar darüber debattiert, den Anthropozän auszurufen. Das ist das neue Erdzeitalter, in welchem der Mensch ein wichtiger Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Entwicklungen der Erde ist. «Wenn wir so weiter machen wie bis anhin, wird unser Planet unweigerlich an seine Grenzen stossen. Hungersnöte, Überflutungen, Hitzewellen und Trockenheit, wie wir sie bereits jetzt schon kennen, sind die Folge und sie werden in Zukunft merklich zunehmen», ist Fässler überzeugt. Gemäss Christian Lüthi, Geschäftsführer der Klima-Allianz, sind vor allem die Menschen in Entwicklungsländern von den gravierenden Konsequenzen am stärksten betroffen, obwohl sie am wenigstens dazu beigetragen haben.

Schweizer Finanzplatz

Laut Lüthi verursacht der Finanzplatz Schweiz aber rund 20-mal so viele Emissionen wie das helvetische Land selbst. Denn ein Grossteil des investierten Kapitals stamme von Sparkonten und Pensionskassen. Deshalb sei die Kampagne Renten-ohne-risiko.ch lanciert worden. Diese appelliert an jeden, seine Pensionskasse aufzufordern, die Vorsorgegelder nicht mehr in fossile Energien zu investieren. Doch auch bei Investitionen in erneuerbare Energien gelte es genau hinzuschauen. Denn erneuerbar heisse nicht zwingend nachhaltig. Zudem müssten arme Länder bei ihren Anpassungsmassnahmen finanziell unterstützt werden.

Im Rahmen der diesjährigen Kampagne werden Ideen gesucht, die helfen, den vielen Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen. Einige Inspirationen finden sich im Fastenkalender 2018.

«Wir alle können im Kleinen viel bewirken, wenn wir in der Nähe einkaufen, ein Wildbienenhotel oder ‹Balcony Gardening› betreiben, alte Kleider der Wiederverwertung zuführen und zum Beispiel einen gebrauchten Tisch tauschen statt verkaufen», sagt Fässler. Das Internet, das Schwarze Brett oder die Unteregger digitale Gemeindeseite «Piazza» eignen sich hervorragend als Tauschbörsen. Dass die Menschen vor Ort dafür offen und bereit sind, stimmt Adriana Fässler positiv.

Pastaessen für einen guten Zweck

Die Organisatoren der Pfarrei St. Kolumban, der Missione Catolica Italiana und der Mission der Portugiesen heissen am 25. Februar alle zum Familiengottesdienst mit der Corale Santa Cecilia um 10.45 Uhr willkommen. Anschliessend ist jedermann zum ökumenischen Pastaessen im Zentrum St. Kolumban eingeladen. Der Erlös kommt dem Fastenopfer und Brot für alle zugute. Im Gebäude Seehof hinter der Kolumbanskirche findet ab 10.30 Uhr die ökumenische Chinderfiir statt. Ab 12 Uhr bieten Blauring und Jungwacht Spiele für Kinder jeglicher Altersstufen an.

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