FASSADE: IHK weist Kritik zurück

Die Aussensanierung des Sitzes der Industrie- und Handelskammer (IHK) an der Gallusstrasse ist angelaufen. In einer Mitteilung ziehen die Verantwortlichen Bilanz.

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Bald Geschichte: Der IHK-Sitz mit der goldenen Jubiläumsfassade. (Bild: Ralph Ribi (6. März 2017))

Bald Geschichte: Der IHK-Sitz mit der goldenen Jubiläumsfassade. (Bild: Ralph Ribi (6. März 2017))

2016 hat die IHK ihre 550-Jahr-Jubiläum gefeiert. Sichtbares Zeichen dafür war die Fassade ihres Sitzes an der Gallusstrasse in der südlichen St. Galler Altstadt: Das Haus war fürs Fest mit einer goldenen Stickereibemalung verziert worden. Wie ursprünglich geplant, macht sie nach einem Jahr wieder der ursprünglichen klassizistischen Fassade Platz. Die Arbeiten dafür sind dieser Tage angelaufen.

IHK zieht eine positive Bilanz

Ziel der auffälligen Fassadengestaltung war gemäss einer IHK-Mitteilung, der Öffentlichkeit die frühere Bedeutung der Leinwand- und Stickereiindustrie für die Gallusstadt ins Bewusstsein zu rufen. Das sei gelungen, ziehen die IHK-Verantwortlichen Bilanz. Zahllose positive Reaktionen auf den Fassadenschmuck, die grosse öffentliche Aufmerksamkeit und die vielen Diskussionen seien Beleg dafür.

Für die IHK sei von Anfang an klar gewesen, dass die Stickereifassade eine zeitlich befristete Aktion sein solle: «Ein Festkleid zieht man nach dem Fest aus!», heisst es in der Mitteilung. Ausdrücklich nicht teilen kann die IHK die Kritik, die nach einem politischen Vorstoss eines CVP­lers zur Verstetigung der Goldfassade in den letzten Wochen an die Stadtverwaltung gerichtet worden war. Die Bewilligungsbehörden hätten nichts verhindert, heisst es in der Mitteilung: «Im Gegenteil.» Trotz denkmalpflegerischer Bedenken hätten sie das Projekt der IHK an einem Haus der höchsten Schutzklasse und mitten im Weltkulturerbe ermöglicht. Temporäre Aktionen und Zwischennutzungen hätten künftig nur eine Chance, wenn man bereit sei, sie abmachungsgemäss zu beenden. (pd/vre)