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FASNACHT: Gugger spielen um die Wette

Engelburg ist im April erstmals Austragungsort einer Guggen-Schweizer-Meisterschaft. Für die Organisatoren ist die Veranstaltung nicht nur aus logistischer Sicht eine Herausforderung.
Matthias Fässler
Am Samstag präsentierten die «Chapf-Chläpfer» erstmals ihre neuen Gwändli. (Bild: Ralph Ribi)

Am Samstag präsentierten die «Chapf-Chläpfer» erstmals ihre neuen Gwändli. (Bild: Ralph Ribi)

Matthias Fässler

matthias.faessler@tagblatt.ch

Es wird bald laut in Engelburg: Vom 20. bis 22. April reisen anlässlich der vierten Guggen-Schweizer-Meisterschaften mehr als 1200 Gugger aus der ganzen Schweiz an. «Es ist eine Ehrensache, die Schweizer Meisterschaften in Engelburg auszutragen», sagt der OK-Präsident, Adrian Osterwalder. Zusammen mit seiner Gugge, den Chapf-Chläpflern, nahm er 2014 an den letzten Schweizer Meisterschaften in Egerkingen teil und wurde prompt Vize-Schweizermeister.

Dass Guggen in einem Wettbewerb gegeneinander antreten, mag auf den ersten Blick seltsam anmuten, sind sie doch eher für ihre musikalische und fasnächtliche Narrenfreiheit, als für den ernsten Wettkampf bekannt. Osterwalder betont jedoch, dass die Schweizer Meisterschaft gleichermassen Wettbewerb wie Plauschanlass sei. «Wenn jemand den Ton nicht trifft, wird das nicht überbewertet», sagt er. Die Qualität der Musik stehe zwar im Zentrum, aber es gehe auch um die Stimmung, die eine Gugge zu erzeugen vermöge. Dem wurde mit einem Bewertungssystem Rechnung getragen, das die Choreografie und die Kostüme miteinbezieht.

Die Vorstellung, dass Guggenmusik bloss laut und etwas schräg tönen soll, hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Guggen spielen anspruchsvollere Stücke und greifen auf ein breites Musikrepertoire zurück. Wie im Sport oder anderen Musiksparten gebe es professionellere Vereine, die nicht nur aus Plausch aktiv seien, sondern sich unter ihresgleichen messen wollen, sagt Osterwalder. An den Schweizer Meisterschaften werden Guggen aus der ganzen Schweiz teilnehmen. Dabei wurde darauf geachtet, dass aus allen Landesregionen Gruppen dabei sind. Osterwalder und sein Team wählten unter den Bewerbern besonders originelle Guggen aus. Die Formation Notequetscher besteht aus rund 100 Mitgliedern. Eine andere Gugge nur aus Kindern. Und was Osterwalder besonders freut: eine Gugge, die nur aus Frauen besteht, hat ihre Zusage angekündigt.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm

Die Schweizer Meisterschaft versucht den Spagat zwischen Unterhaltung und Ernstkampf, auch mit einem ausgeprägten Rahmenprogramm. So wird der Event am Freitag, 20. April, mit einer Guggenparty in der Mehrzweckhalle eröffnet. Auftreten werden dann auch Guggen, die nicht am prämierten Wettbewerb teilnehmen. Die eigentliche Meisterschaft startet am Samstag. In der Jury sitzen unter anderem Karin Bischoff, Inhaberin des Designerunternehmens «die Manufaktur», Christian Gschwend des Drum-Duos Bubble Beatz und eine Vertretung der Cheerleader aus St. Gallen. Sie alle würden bei der Bewertung andere Kriterien in den Vordergrund stellen, wie Osterwalder betont. Der Sonntag beginnt mit einem Guggenbrunch und endet am Nachmittag mit der Prämierung des vierten Guggen-SchweizerMeisters.

Die Chapf-Chläpfler bereiten sich vor, vergangenen Samstag präsentierten sie ihr neues Gwändli. «Wir sind für die Saison 2018 bereit», sagt Osterwalder. «Die Schweizer Meisterschaft in Engelburg kann kommen.»

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